Erfolgreiche Zweitliga-Debüts für Kassel am Wochenenede

Zwei Haie als Huskies: Das sagen Tiffels und Müller über ihre ersten Einsätze

Voller Einsatz: Verteidiger Dominik Tiffels kniet auf dem Eis, um einen Schuss zu blocken.
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Voller Einsatz: Verteidiger Dominik Tiffels trägt bei den Huskies die Nummer 58, hier im Spiel gegen Freiburg.

Der eine kennt die DEL2 bereits aus 125 Spielen für Heilbronn, Bremerhaven und Frankfurt. Der andere hat am vergangenen Wochenende mit den beiden Pflichtspielen für die Kassel Huskies Eishockey-Neuland betreten. Normalerweise tragen Dominik Tiffels und Marcel Müller das Trikot der Kölner Haie.

Doch was ist schon normal in diesen Zeiten? Und so führt Corona eben auch dazu, dass zwei DEL-Spieler angesichts der noch pausierenden höchsten Spielklasse für den nordhessischen Zweitligisten auf dem Eis stehen – geplant ist derzeit bis Ende November.

Am Ratsweg in Frankfurt und im Heimspiel gegen Freiburg haben die beiden Leihgaben ihr Debüt im blau-weißen Dress gegeben, beide haben jeweils ein Tor erzielt. Das sagen sie über ihre Zweitliga-Erfahrungen:

. Dominik Tiffels, 26, Verteidiger: „Wir sind super aufgenommnen worden und dankbar, diese Gelegenheit bei den Huskies zu bekommen. Ich habe ja zum letzten Mal Ende Februar ein Pflichtspiel absolviert. Mit den insgesamt vier Punkten, gerade auch gegen Frankfurt, können wir zufrieden sein. Ich kenne die Liga ja schon aus der Vergangenheit, auch einige der Jungs: Mit Jerry Kuhn habe ich in Bremerhaven gespielt, mit Denis Shevyrin in der Jugend in Krefeld, mit Lukas Laub in Frankfurt.

Das Niveau gegen Frankfurt war super, und jetzt bin ich gespannt, was noch folgt. Beide Teams werden um den Aufstieg mitspielen. Mit Sicherheit sind in der DEL2 sehr viele Spieler dabei, die auch in der DEL eine Chance hätten. Die Intensität ist in beiden Ligen dieselbe, die Jungs stecken auch in der DEL2 nicht einen Zentimeter zurück. Aber man hat ein wenig mehr Zeit mit der Scheibe und fürs Umschalten. Das Tempo ist ein wenig langsamer. Was wiederum aber nicht heißt, dass die Spieler langsamer sind. Ohne Fans zu spielen, ist total ungewohnt. Die DEL2-Stadien sind kleiner, die Stimmung kommt sonst da noch mehr rüber. Mit Zuschauern ist es dort eigentlich noch ein bisschen mehr Old-School-Hockey.“

. Marcel Müller, 32, Stürmer: „In der DEL2 zu spielen, ist für mich kein Abstieg, sondern eine gute Gelegenheit, um fit zu werden und dahin zu kommen, wo ich hinkommen möchte. Für mich waren es gegen Frankfurt und Freiburg die ersten Spiele in der DEL2, ich wusste gar nicht, was auf mich zukommt. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Der größte Unterschied ist die Geschwindigkeit, aber auch die individuelle Klasse der Spieler. Das merkt man schon. Die Jungs arbeiten aber sehr hart, wir haben gut gespielt, das ist positiv. Und wir sind den Huskies dankbar, dass wir hier sein dürfen.

Frankfurt hat eine sehr gute Mannschaft, das hat man gesehen. Aber auch Kassel muss sich da überhaupt nicht verstecken. Wir haben mit nur fünf Verteidigern gespielt. Wenn Denis Shevyrin, Joel Keussen, Troy Rutkowski dabei sind, sieht das auch noch mal anders aus.

Für Kassel und Frankfurt ist der Aufstieg das Ziel, das wird ein spannender Kampf. Mein Tipp ist ja klar: Kassel. Denn Frankfurt interessiert mich ja nicht.“

(Von Michaela Streuff)

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