Brett Cameron gelingt Doppelpack in 33 Sekunden

Huskies gewinnen 5:4 nach Penaltyschießen in Bayreuth

Husky Brett Cameron (links) führt den Puck. Mit im Bild: Bayreuths Lubor Pokovic.
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Doppelpacker innerhalb von 33 Sekunden: Husky Brett Cameron (links). Mit im Bild: Bayreuths Lubor Pokovic.

Es war ein hartes Stück Arbeit, das Ende aber glücklich und verdient: Die Kassel Huskies lagen beim Tabellenelften der DEL2 mit 0:2, 1:3 und 2:4 zurück, aber dank Doppelpacker Brett Cameron und Torhüter Leon Hungerecker gewannen sie doch noch mit 5:4 (0:2, 2:1, 2:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Der Start ins Spiel, das erste Drittel – alles andere als optimal aus Sicht der Gäste. Denn gleich der erste Torschuss der Tigers saß. 85 Sekunden war die Partie alt, als Simon Karlsson, Bayreuths schwedischer Verteidiger, mit der Scheibe am Schläger in die Zone der Huskies marschierte, viel zu viel Platz hatte und einfach mal abzog. Und diesem 1:0 folgte schon bald darauf das 2:0. Einzige Unterschiede: Die Tigers waren noch drei Sekunden in Überzahl und diesmal war vor Hungerecker deutlich mehr Verkehr. Doch wieder zog Karlsson aus dem linken Halbfeld ab, wieder schlug die Scheibe halbhoch hinter Hungerecker ein (13.).

Und die Huskies? Hatten durch Ryon Moser, der aus kürzester Distanz an Timo Herden im Bayreuther Tor scheiterte (5.) und Eric Valentin, der einen Rebound nicht abstauben konnte (7.), zwar Gelegenheiten. Aber wenn die Statistiker nur fünf Kasseler Torschüsse in 20 Minuten zählen, dann ist das eben zu wenig.

Im zweiten Spielabschnitt aber fanden die Huskies besser in die Partie. Sie waren nun deutlich disziplinierter und sie trafen. Joel Keussen war es, der beim Vier gegen Vier auf 1:2 verkürzte (22.). Der Videobeweis bestätigte den Treffer. Keine fünf Minuten später stellten die Hausherren die Zwei-Tore-Führung wieder her. Dominik Meisinger hatte von der Blauen Linie abgezogen, die Scheibe prallte an die Bande hinter Hungereckers Tor und von dort an den rechten Pfosten, wo Topscorer Ville Järveläinen nur noch die Kelle hinhalten musste für das 3:1 (27.).

Die Antwort der Huskies folgte neun Minuten später: Zwölf Sekunden war das Kasseler Powerplay alt, als Spitzner einen Handgelenksschuss von Lukas Laub zum neuerlichen 2:3-Anschluss ins Bayreuther Tor abfälschte (36.). Der nächste Treffer aber fiel wieder aufseiten der Gastgeber: Karlsson – wer auch sonst an diesem Abend – hatte aus dem Halbfeld abgezogen, Joel Keussen rutschte unglücklich in Hungerecker hinein, der Puck über die Linie. Der zweite Videobeweis des Abends bestätigte auch diesen Treffer.

Doch, Sie ahnen es: Dabei blieb es nicht. Diesmal waren die Huskies wieder dran. Genau genommen war es ein Husky: Brett Cameron nämlich, der mit einem Doppelschlag innerhalb von 33 Sekunden das erstmalige Unentschieden besorgte: erst per Lupfer das 3:4, dann trocken in den Winkel das 4:4. (51.). Und Sekunden vor dem Ende hat Cameron das 5:4 auf dem Schläger, doch verzieht um Zentimeter. Dass das Penaltyschießen letztlich entscheidet – es passt zu diesem Spiel. Und weil Hungerecker gegen Ex-Husky Tyler Gron und Järveläinen pariert und Phil Cornet und Ryon Moser treffen, nehmen die Huskies zwei Punkte mit.

SR: Lajoie/Schütz. Tore: 1:0 (1:25) Karlsson (Järveläinen, Lillich), 2:0 (12:41) Karlsson (Järveläinen, Schmuacher - 5:4), 2:1 (21:05) Keussen (Moser, Saponari-4:4), 3:1 (26:23) Järveläinen (Meisinger), 3:2 (35:22) Spitzner (Laub, Rutkowski - 5:4), 4:2 (47:25) Karlsson (Bindels, Schumacher), 4:3 (51:13) Cameron (Moser), 4:4 (51:46) Cameron (Valentin, Breitkreuz), 4:5 Moser (Penalty ) Strafminuten: Bayreuth 12 + 10 Davis - Kassel 8 + 10 Cameron

(Von Michaela Streuff)

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