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Zwei treffen doppelt: Kassel Huskies gewinnen bei Schlusslicht Bayreuth

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Von: Björn Friedrichs

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Tristan Keck, Torjäger der Kassel Huskies, traf auch gegen Bayreuth doppelt. Die Szene mit Bayreuths Travis Ewanyk und Jesse Roach stammt vom Duell im Oktober
Tristan Keck, Torjäger der Kassel Huskies, traf auch gegen Bayreuth doppelt. Die Szene mit Bayreuths Travis Ewanyk und Jesse Roach stammt vom Duell im Oktober © IMAGO/Peter Hartenfelser

Die Kassel Huskies bleiben in der Kälte von Bayreuth ganz cool: Mit 5:3 (1:1, 2:1, 2:1) und ganz besonderen Torschützen bezwingt der Eishockey-Zweitligist die Tigers.

Bayreuth/Kassel – Momentan achtet man ja immer besonders darauf, ob Tristan Keck seine Torserie fortsetzen kann. Die hält ja nun schon neun Spiele an. Oder besser gesagt: zehn. Denn Keck braucht diesmal keine zwei Minuten, bis er wieder trifft. Steven Seigo legt nach rechts raus. Und Keck tut das, was im Moment einfach immer klappt: Er schießt. Torwart Olafr Schmidt ist zwar in der Ecke, lässt aber einen Minifleck ungedeckt. Genau da hinein trifft Keck. 1:0, Saisontor Nummer 16.

Doch Bayreuth spielt nicht wie ein Tabellenletzter. Die Tigers halten das Spiel eng – und ausgeglichen. Erst pariert Jerry Kuhn noch glänzend gegen Dani Bindels, dann ist er aber machtlos. Seine Mitspieler verlieren im Aufbau den Puck, der landet bei Mike Mieszkowski. Der Bruder von Husky Darren schießt dem Huskies-Torwart trocken zum 1:1 durch die Beine (4.).

Beide Teams schlagen in Überzahl zu

Es geht ereignisreich weiter. Chancen hier, Chancen da. Und immer im Mittelpunkt: Kuhn und Schmidt. Kassels Schlussmann ist gegen Ex-Kollege Phil Cornet (13.) und Tobias Meier zur Stelle (18.). Schmidt rettet auf der anderen Seite erst zweimal gegen Jamie Arniel (17.), dann in höchster Not gegen Lois Spitzner und Mieszkowski.

Ins zweite Drittel starten die Huskies dominant. Es braucht aber eine Bayreuther Strafzeit, damit sie wieder in Führung gehen. Neun Sekunden dauert es, da bedient Denis Shevyrin – na wen wohl? – Keck, der direkt abzieht. Der starke Schmidt sieht einmal schwach aus, lässt die Scheibe durchrutschen – 2:1 (30.).

Aber die Tigers schlagen erneut zurück. Auch in Überzahl. Auch nach neun Sekunden. Branden Gracels erster Schuss wird von Seigo geblockt, dann will der Kanadier den Puck eigentlich nur vor das Tor spielen. Dort wird er aber von einem Abwehrbein abgefälscht und trudelt zum 2:2 ins Netz (33.).

Brüderduell geht an Kassels Mieszkowski

Der ECK bleibt trotz des Rückschlags dran. Und profitiert von einem Fehlpass von Ex-Husky Eric Stephan. Den spielen sie schnell aus, Schmidt pariert noch gegen Tomas Sykora, ist dann aber gegen Mieszkowski geschlagen. 1:1 im Brüderduell, 3:2 für die Huskies (38.). Die Führung könnte zur Pause noch höher ausfallen, Faber trifft knapp nur den Pfosten (39.).

Den Vorsprung verteidigen die Huskies im Schlussdrittel gekonnt. Und nicht nur das. Sie bauen ihn sogar aus. Und es sind besondere Geschichten, die zu Toren führen. Denn erst behält Joel Keussen den Überblick, spielt einen tollen Pass, in den erneut Mieszkowski den Schläger reinhält. Um dabei zu bleiben: 2:1 im Brüderduell, 4:2 für die Huskies (50.). Dabei bleibt es nicht. Denn einer fehlt ja irgendwie noch: Hans Detsch. Der macht fünf Tage nach seinem ersten Saisontor sein zweites zum 5:2 (52.). Spitzner hatte klasse quergelegt.

Bayreuth will es nochmal wissen, nimmt früh Schmidt aus dem Tor. Gracel zieht ab, vor dem Tor hält – na logisch – Mike Mieszkowski den Schläger hin und verkürzt zum Endstand. Sie haben richtig gezählt: 2:2 im Brüderduell, aber 5:3 für die Huskies.

Statistik

SR: Steingross/Paulick - Z: 1021

Tore: 0:1 (1:41) Keck (Seigo, Schlenker), 1:1 (3:25) M. Mieszkowski, 1:2 (29:33) Keck (Shevyrin, Keussen - 5:4), 2:2 (32:43) Gracel (Cornet, Nikkilä - 5:4), 2:3 (37:44) D. Mieszkowski (Sykora, Arniel), 2:4 (49:44) D. Mieszkowski (Keussen, Sykora), 2:5 (51:02) Detsch (Spitzner, Shevyrin), 3:5 (58:42) M. Mieszkowski (Gracel, Nikkilä - 6:5)

Strafminuten: Bayreuth 2 - Kassel 10

Von Björn Friedrichs

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