Kurioses 5:4 in Crimmitschau

Zweiter Huskies-Torwart Florian Proske spricht über sein Saisondebüt

Stand erstmals im Tor der Kassel Huskies: Florian Proske Foto: Fischer

Kassel. Das lang ersehnte Saisondebüt im Tor der Kassel Huskies, ein tadelloser Auftritt, ein unglückliches Gegentor sechs Sekunden vor dem Ende und ein Sonderlob des Trainers.

Florian Proske, 19 Jahre jung, die Nummer zwei der Kassel Huskies und Förderlizenzler vom Deutschen Meister Adler Mannheim, hat beim Auswärtsspiel in Crimmitschau am Sonntagabend (5:4 nach Penaltyschießen) ein denkwürdiges Debüt gegeben. „Er hat super gespielt. Er ist ein junger Torwart, der viel Ruhe ausgestrahlt hat“, stellte ihm Huskies-Trainer Rico Rossi ein Sonderlob aus. Florian Proske über...

• ... die Info, spielen zu können: „Ich war überrascht und glücklich, als mir der Trainer es am Samstag gesagt hat. Ich gebe zu, ich war vor der Partie schon ein wenig aufgeregt, aber das war weg, sobald das Spiel begonnen hatte.“

• ... das 4:4 sechs Sekunden vor dem Ende: „Das war natürlich ganz bitter, kein schönes Gefühl. Da hast du den Sieg praktisch schon in der Tasche und gibst ihn im letzten Moment aus der Hand. Aber so ist Eishockey. Es ist nun mal der schnellste Mannschaftssport der Welt. Die Situation war nichts Außergewöhnliches: Es ist eigentlich ein Bully wie jedes andere. Als Torhüter konzentrierst du dich auf den Schuss. Ich habe ihn in der linken Ecke erwartet. Doch beim Schuss ist dem Crimmitschauer erst der Schläger gebrochen, dann ist der Puck von uns auch noch abgefälscht worden. Die Scheibe ist dann irgendwie über die Linie geeiert. Da hatte Crimmitschau ziemliches Glück. In dem Moment konnte ich nicht groß darüber nachdenken, denn das Spiel ging ja weiter. Wichtig ist, dass wir trotzdem am Ende noch gewonnen haben.“

• ... das erste Last-Minute-Tor, das die Huskies in Dresden 17 Sekunden vor dem Ende kassierten: „Bei diesem Spiel war ich gar nicht dabei. Ich hatte schon mit den Huskies im Bus gesessen, als ich wieder aussteigen musste, um nach Mannheim zu fahren. Denn dort war ein Torhüter ganz kurzfristig ausgefallen.“

• ... seine Rolle als Nummer zwei: „Mir war klar, dass ich in Kassel die Nummer zwei sein werde. Ich bin ein junger Torwart, der noch am Anfang seiner Karriere steht. Ich freue mich über jeden Einsatz, den ich bekomme und will jede Chance nutzen. Ich hoffe, dass ich noch mal ran und mich beweisen darf.“

• ... sein Verhältnis zur Nummer eins, Markus Keller: „Wir verstehen uns super. Ich kann von ihm viel lernen, das ist gut. Er redet viel mit mir, das ist sehr hilfreich für mich. Uns verbindet ein gesunder Konkurrenzkampf.“

• ... die Heimat: „Ich bin ein Teil der Huskies und fühle mich hier auch sehr wohl. Aber im Herzen bin ich auch immer ein Weißwasseraner. Dort habe ich als Dreijähriger mit dem Eishockey angefangen, dort ist meine Heimat. Ich habe mit Heilbronn in der vergangenen Saison dort gespielt, in meiner alten Halle. Das war ein Highlight. Im Spiel gegen Weißwasser im Huskies-Tor zu stehen, wäre ein Traum.“

• ... die U20-Nationalmannschaft: „Es ist das letzte Jahr, dass ich als Jahrgang 1996 in der U20 spielen kann. Im Dezember findet die B-WM statt. Eine Weltmeisterschaft zu spielen, wäre etwas Großartiges. Das Ziel ist der Wiederaufstieg. Und irgendwann würde ich gern auch mal in der A-Nationalmannschaft spielen.“

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