Trotz Corona in Kassel

Kassel Marathon 2020: Hoffnungsschimmer für die Region

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Noch nah beieinander: Das Feld der Halbmarathonläufer 2019 an der Liegnitzer Straße in Waldau.

Trotz Corona hoffen in Kassel Veranstalter und Sportler noch immer auf die Durchführung des Kassel Marathons 2020.

Kassel - Die Planungen für den EAM Kassel Marathon (18. - 20. September) laufen trotz der Corona-Krise weiter wie bisher. Noch hoffen die Veranstalter, dass der Lauf stattfinden kann. „Wir sind optimistisch und gehen davon aus, dass sich bis dahin alles weitgehend normalisiert hat”, sagt Veranstalter Winfried Aufenanger. „Wir hoffen darauf, dass der Marathon im September ganz normal stattfindet.“

Wie bereits bei unzähligen anderen abgesagten Veranstaltungen wären die Folgen weitreichend. Neben Tausenden von Breitensportlern wären auch Hotels und Dienstleister betroffen. „Wir verfolgen selbstverständlich die Entwicklung“, so Aufenanger, „letztlich wären aber auch wir an Weisungen gebunden.“

Corona in Kassel: Menschen Mut machen

Aufenanger kann dabei auch auf die Unterstützung von Titelsponsor EAM und Geschäftsführer Georg von Meibom setzen. „Wir ziehen an einem Strang, sind uns aber unserer Verantwortung für die Gesundheit der Menschen bewusst“, sagt Aufenanger weiter. An eine Absage zu einem so frühen Zeitpunkt sei auch deshalb nicht gedacht, weil man den Menschen doch Mut machen wolle.

Ähnlich hoffnungsvoll blickt auch Sandra Morchner auf den September: „Ich hoffe natürlich sehr, dass der Kassel-Marathon stattfindet. Nicht nur für mich, gerade auch für die Ausrichter, die Sponsoren und die Stadt. Es wäre sehr schade, wenn eine solch mitreißende, gut organisierte und geplante Veranstaltung Ende September auch der Corona-Pandemie zum Opfer fallen würde.“

Die 48-jährige Morchner, die auf Sylt lebt und zu den besten deutschen Altersklassen-Sportlern zählt, hat 2017 den Kasseler Halbmarathon gegen weitaus jüngere Läuferinnen gewonnen und hält mit 1:16:03 Stunden den Deutschen Rekord in der Altersklasse W 45. Wie Tausende andere Läufer hat sie den Start in Kassel fest ins Auge gefasst: „Ob allerdings über die halbe oder volle Distanz muss ich aufgrund der Ereignisse am Ende dann abwägen.“

Corona in Kassel: Stillstand ist „fehl am Platz“

Ebenfalls einen Start geplant hat Anne Schwarz, die Titelverteidigerin im Mini-Marathon. „Natürlich leidet auch Anne unter den vielen Absagen. Daher hoffen wir auf die Durchführung des Kasseler Marathons. Die Veranstaltung ist ein Hoffnungsschimmer für die Läufer in der Region“, sagt ihr Trainer Günter Hartmann vom TSV Niederelsungen.

Aktuell sei zwar noch die U20-DM Ende Juli in Ulm im Fokus, aber sicher sei diese Veranstaltung auch nicht, argwöhnt der 58-Jährige. Stillstand sei jetzt auf alle Fälle fehl am Platz, hat vorerst Sandra Morchner für sich entschieden: „Ich bin positiv eingestellt, dass wir uns baldmöglichst aus der derzeitigen Krise befreien können und gehe hoch motiviert in die nächsten Trainingsvorbereitungen.“

Von Martin Scholz

Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Kassel gibt es im News-Ticker.

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