PSV-Läufer sind stark 

Heimische Starter beim Kasseler Marathon: Die grün-weiße Dominanz

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Hat wieder Lust: Jens Nerkamp. 

Kassel. Trotz der Erfolge der Afrikaner auf der langen Strecke war der Marathon in Kassel ein Lauf-Fest der Nordhessen.

Dieses wurde besonders bei der in die Veranstaltung eingebetteten Landes-Meisterschaft im Halbmarathon deutlich.

14 heimische Athleten landeten unter den ersten 20. Die Asse des PSV Grün-Weiß Kassel feierten einen vierfachen Erfolg. Hinter Sieger Ybekal Daniel Berye (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe) lief Jens Nerkamp in 1:08:47 Stunden nach einer fünfmonatigen Wettkampfpause zur Vize-Meisterschaft und hat nach Motivations-Problemen wieder Lust. „Vielleicht laufe ich im Herbst noch einen Marathon“, blickt der Germanistik-Student wieder nach vorn.

Dahinter verbesserte sich Philipp Stuckhardt gegenüber Hannover um mehr als zwei Minuten auf 1:09:57 Stunden und Tom Ring wurde in 1:11:06 Zweiter der M 30. Mit einer Steigerung auf 1:12:48 Stunden lief Florian Engel (LG Vellmar) bis auf 20 Sekunden an die Top Zehn in Hessen heran. In der M 35 belegten Holger Aselmeyer (OSC Vellmar/1:13:15) sowie Johannes Wennmacher (PSV/1:15:09) die ersten Plätze. Der Doppelsieg der Polizeisportler in der Mannschafts-Wertung der Männer unterstreicht weiterhin die grün-weiße Dominanz.

Sandra Morchner (PSV/1:17:11) hat im Halbmarathon der Frauen neben der W 45 sogar die Gesamtwertung gewonnen. Als Erste der W 30 verkürzte Anna Starostzik (PSV/1:18:11) den Rückstand zu der Sylter Athletin um eine Minute. Erst mit Abstand folgten Sandra Barborseck (TV Breitenbach/1:27:04) sowie Nina Voelckel (SC Meißner Eschwege/1:27:12) als Schnellste der weiblichen Jugend U 20. Innerhalb eines Jahres verbesserte sich Lollslauf-Siegerin Sabina Stübner (TSV Obervorschütz) von 1:31:59 auf 1:27:45 Stunden.

Der klassische Marathon bleibt das Sorgenkind der Veranstaltung. Kein nordhessischer Athlet blieb unter drei Stunden. Hier liefen die in Läuferkreisen wenig bekannten Martin Jost (TSV Adelshausen/3:01:34) und Jörg Lerch-Thies (WVC Kassel/ 3:11:19) die schnellsten Zeiten. Es folgten Routinier Patrick Adler (LG Fulda/3:14:25) und Oliver Heise (EAM Team/3:15:11) vor Andre Schäfer (3:17:25).

2016 war Susi Lüürßen aus Hann. Münden (3:25:45) noch für E.ON am Start und lief jetzt im Team der EAM nur 26 Sekunden langsamer. Erstmals war Sylke Kuhn (FC Deutsche Post) die beste nordhessische Starterin. Die zweifache Mutter aus Kassel lief ihren 303. Marathon und erzielte in 3:26:49 Stunden ihre drittschnellste Zeit. Neben Ingrid Klocke (Team EAM/3:39:06) blieben auch Dorothee Hennemann (HNA/3:55:33) sowie Bianka Hankel (MS Edertal/3:57:21) unter vier Stunden. 

Von Lothar Schattner

Die jeweils zehn besten Starter der Region:

Männer: Marathon: Jost (TSV Adelshausen) 3:01:34 Stunden, Lerch-Thies (WVC Kassel) 3:11:19, Adler (LG Fulda) 3:14:25, Heise (EAM) 3:15:11, Schäfer (Gesundheit Nordhessen = GN) 3:17:25, Klocke (GN) 3:19:13, Barthelmes (GN) 3:22:21, Blaschke (TV Bergheim) 3:24:07, Drube (MS Staufenberg) 3:24:42, Beck (SC Zennern) 3:27:32.

Halbmarathon: Daniel Berye (PSV Grün-Weiß Kassel = PSV) 1:08:04, Nerkamp (PSV) 1:08:47, Stuckhardt (PSV) 1:09:57, Ring (PSV) 1:11:06, Engel (LG Vellmar) 1:12:48, Ortolano (PSV) 1:12:51, Aselmeyer (OSC Vellmar) 1:13:15, Puchta (PSV) 1:14:37, Wennmacher (PSV) 1:15:09, Herbold (PSV) 1:15:34, Kaiser (PSV) 1:16:18.

Frauen: Marathon: Lüürßen (EAM) 3:25:45, Kuhn (FC Deutsche Post) 3:26:49, Klocke (EAM) 3:39:06, Hennemann (HNA) 3:55:33, Hankel (MS Edertal) 3:57:21, Lumpe (ohne Verein) 4:14:55, Kolbe (Laufakademie) 4:21:19, Schneider (KSV Baunatal) 4:26:39, Althaus (CJD Oberurff) 4:27:57.

Halbmarathon: Morchner (PSV) 1:17:11, Starostzik (PSV) 1:18:11, Lühmann (Lauf Gehts) 1:24:55, Barborseck (TV Breitenbach) 1:27:04, Voelckel (SC Meißner Eschwege) 1:27:12, Stübner (TSV Obervorschütz) 1:27:45, Bohland (TuSpo Borken) 1:31:14, Debus (LG Eder) 1:33:49, Altmann (LC Rotenburg) 1:34:23, Henning (PSV) 1:36:32.

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