Mini-Marathon 

4000 junge Läufer waren beim Mini-Marathon in Kassel am Start

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Gruppenbild mit Maskottchen Winnie: Mini-Marathonis der Kasseler Heidewegschule.   

Kassel. Die Bedingungen sind optimal, und die Stimmung auch. Am Samstagnachmittag sind wieder rund 4000 Kinder und Jugendliche auf die 4,2 Kilometer lange Laufstrecke durch die Karlsaue gegangen. Vor Ort beim Mini-Marathon.

Vor dem Start

Bereits mehr als eine Stunde vor dem Start um 15.45 Uhr herrscht kontrolliertes Chaos rund um den Start an der Damaschkestraße. Lehrer suchen ihre Schüler, Schüler ihre Lehrer und einige Eltern den Eiswagen oder den Bratwurststand. Zuschauen beim Zieleinlauf im Auestadion ist gleich angesagt, aber erst einmal sortieren sich alle.

„Wir sind schon zum vierten Mal mit dabei“, erzählt Frank Schumacher-Henrich, Lehrer an der Kasseler Heidewegschule. 15 Dritt- und Viertklässler der Schule haben gerade ihre Startnummern erhalten – Nervosität macht sich breit, denn in 30 Minuten wird gestartet. Am Start herrscht dann das übliche Gedrängel, aber einige Läufer vom PSV Grün-Weiß Kassel halten den Tross der Kinder hinter der Startlinie, bis es endlich losgeht.

Auf der Strecke

Die späteren Sieger Jolina Vaupel und Simon Schneider sind gleich vorn mit dabei, aber wie bereits im letzten Jahr läuft einer in der Spitzengruppe, der zwei Köpfe kleiner ist als die anderen. Der zehnjährige Noah Becker aus Vellmar, der bereits im vergangenen Jahr 16. der Gesamtwertung war, hat sich einiges vorgenommen: „Er will unter die Top Ten“, hat sein Vater Uwe Becker noch am Start erzählt. Und Noah macht ernst: Als Neunter wird er wenig später im Auestadion über die Ziellinie laufen.

Aber erst einmal zieht sich die Karawane der Läufer wie ein bunter, schwitzender Lindwurm am Hirsch- und Küchengraben entlang in Richtung Menzelstraße. Am Hirschgraben haben Elisabeth Noe und ihr Mann Michael vom Helferteam Stellung bezogen. Sie bewachen eine Brücke, denn in den vergangenen Jahren hat es auf der anderen Seite des Hirschgrabens immer mal wieder Abkürzungsversuche gegeben. „Da haben sich dann einige der Kinder durch die Büsche geschlagen“, erzählt Peter Beer, der bereits oft beim Mini-Marathon zugeschaut hat und dieses Mal seine Enkelkinder Emily und Vincent anfeuert.

Anfeuern ist auch der Job von Wencke Gerwig aus Kaufungen. Ihr Sohn Mats Töpfer ist zwar schon an ihr vorbeigelaufen, „aber manchmal kommen welche vorbei, die ich kenne oder andere, die auch noch Unterstützung gebrauchen können“, sagt Gerwig, die sich auf eine Parkbank gestellt hat. Von diesen Bänken sind nicht mehr besonders viele frei, denn einige der entspannteren Läufer legen vor dem letzten Drittel nochmal eine kurze Pause ein.

Sie werden dabei ganz ordentlich eingestaubt, von der vorbeiziehenden Läuferkolonne. Der eine oder andere stolpert auch, weil Tausende von Eicheln auf den Wegen liegen, aber stören mag sich daran keiner. Multi-Media-Läufer stellen noch mal die Begleitmusik auf dem Handy neu ein, auch das eine oder andere Selfie wird gemacht – viele haben es einfach nicht so eilig, ins Ziel zu kommen.

Zumindest bis zur Menzelstraße. Dort ist das Auestadion so nah, dass letzte Reserven aktiviert werden: Schlussspurt ist angesagt.

Im Auestadion

Auf den Rängen haben sich längst hunderte Brüder, Schwestern, Mamas, Papas, Omas, Opas platziert. Annett Paul mit Sohnemann Taylor beispielsweise hat die Verwandtschaft aus Jena im Schlepptau. Sie warten auf Massimilano von der Würfelturmschule aus Hofgeismar, der gerade zum ersten Mal überhaupt auf dem Weg ins Auestadion ist. „Es ist überwältigend, ich hätte nicht gedacht, dass hier so eine tolle Stimmung ist“, sagt die aufgeregte Mama. „Wir sind aufgeregter als der Läufer“, fügt Tante Heike Graf an.

Nicht einmal 16 Uhr ist es, als der Moderator den ersten der Minis, der mit seinen 17 Jahren schon ein großer Mini ist, im Auestadion begrüßt. Simon Schneider ist es. Er ist die Vorhut für eine Flut an Minis, die nach und nach auf die Stadionrunde ergießt. Bunt wird’s nun auf dem Rasen. Hier hält ein Lehrer einen großen Teddybären in die Höhe, dort ein anderer einen bunten Regenschirm. Das Löwen-Maskottchen Totti tröstet dort die kleine Liah, die gerade von Sanitätern umsorgt wird. Zum Glück scheint es ihr schon wieder besser zu gehen. Chaotisch sieht es aus, doch im Chaos findet irgendwie doch jeder Schüler seinen Lehrer, seine Mitschüler, seine Freunde. Schwitzend. Mit einer Medaille in der Hand. Und vor allem eins: wahnsinnig stolz.

Mini-Marathon 2018: Bilder vom Start und von der Strecke

 © Andreas Fischer
Foto: Andreas Fischer
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 © Jens Nähler
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 © Andreas Fischer
 © Schachtschneider
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Kindermarathon 2018KarlsaueFoto: Schachtschneider
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Kindermarathon 2018KarlsaueFoto: Schachtschneider
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Kindermarathon 2018KarlsaueFoto: Schachtschneider
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Kindermarathon 2018KarlsaueFoto: Schachtschneider
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Kindermarathon 2018KarlsaueFoto: Schachtschneider
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 © Streuff
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