Eine HNA-Staffel am Start

Die Marathon-Staffel im Selbstversuch: Drei Buchstaben, acht Beine, ein Stab

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Die HNA-Staffel: Die Volontäre Björn Friedrichs (v. links), Mona Linke, Daria Neu und Redakteur Gregory Dauber. 

Kassel. Fotos schießen, Videos drehen, Artikel schreiben – viele HNA-Redakteure waren am Marathon-Wochenende voll in Aktion. Einige haben sogar selbst die Laufschuhe geschnürt.

Unter anderem mit dabei: die HNA-Staffel, bestehend aus den drei Volontären Björn Friedrichs, Daria Neu und Mona Linke sowie dem Redakteur Gregory Dauber.

Die Vier haben zwar ein Ziel, laufen jedoch völlig unterschiedliche Passagen der 42 Kilometer langen Marathon-Strecke. Der Einzige, der alles mitbekommt, ist der Staffelstab. Und könnte der sprechen, würde er bestätigen: Marathon ist alles von Lautsprechern, Rasseln und Anfeuern bis hin zu Vogelgezwitscher, stinkenden Autoabgasen und gähnender Leere.

Vor allem Björn Friedrichs und Mona Linke – auf erster und vierter Position – wissen jetzt, wie es sich anfühlt bejubelt zu werden. Der Start eines jeden Marathons ist spektakulär. Der Countdown nähert sich der Null und alle Zuschauer am Rand fangen plötzlich an zu grölen. Und auch die letzten zehn Kilometer der Strecke geben nochmal einen ordentlichen Motivationsschub. Auf der Wilhelmshöher Allee, der Friedrich-Ebert-Straße und vor allem kurz vorm Auestadion ist die Stimmung großartig.

Aber was passiert eigentlich während der rund 20 Kilometer in der Mitte? Wie ist die Stimmung zwischen dem ersten und dem dritten Wechselpunkt, zwischen Bettenhausen und Wolfsanger? Daria Neu und Gregory Dauber kennen die Antwort jetzt. Es ist nämlich vor allem eines: ruhig. Würde es nicht ab und an vor und hinter einem schnaufen, könnte es auch ein Trainingslauf sein. Der Vorteil: Das Tempo bleibt stetig. Der Nachteil: Ein Motivationsschub bleibt größtenteils aus.

An der einen oder anderen Kurve warten dann aber doch ein paar Zuschauer, die applaudieren. Kleine Kinder, die ihre Hände ausstrecken, um abzuklatschen. Helfer mit Getränken in der Hand. An einer Stelle spielt sogar eine Blaskapelle. Wer sich nicht das Lachen verkneifen muss, merkt wenigstens da, wie die Beine versuchen, den Takt aufzunehmen, schneller zu werden.

Manche haben mit dem Kassel Marathon auf diesen Abschnitten aber auch so gar nichts am Hut. Vor allem die Autofahrer an den Absperrungen scheinen durchweg genervt. Aus Trotz lassen fast alle den Motor minutenlang an. Die Abgase machen das Atmen schwerer, aber schon ein paar Meter weiter ist wieder Vogelgezwitscher zu hören – verrückt.

Es ist ein anderes Marathonlaufen als die letzte Runde im Auestadion, die alle gemeinsam bewältigen. In der alle noch einmal anziehen und dadurch tatsächlich die Vier-Stunden-Marke unterschreiten. Geschafft. Alle zusammen. Endlich. 

Hier finden Sie alle Fotos und Videos vom Kassel Marathon 2018.

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