Marathon in Zahlen: Seit 2007 bewegt der Laufklassiker die Region – kenianische Dominanz

Der Kassel Marathon in Zahlen: Von Küsschen und Rekorden

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Und los: Am Sonntag fallen die Startschüsse für die Marathon- und Halbmarathonläufer. 

Kassel. Er begeistert tausende Läufer weit über die Grenzen der Region hinaus. Der Marathon gehört längst zu Kassel wie die documenta und der Herkules. In elf Jahren ist jede Menge Bemerkenswertes zusammengekommen. Wir blicken auf den heimischen Laufklassiker in Zahlen.

1 heimischer Triumph steht im Marathon zu Buche: 2015 gewann Simret Restle-Apel vom PSV Grün-Weiß Kassel (2:37:49 Stunden). Ein Fenstersturz aus 15 Metern Höhe im Februar 2016 beendete ihre Karriere.

2 Großereignisse waren ausschlaggebend für das verspätete Austragungsdatum in diesem Jahr: Am 19. September ging die documenta ins letzte Wochenende. Eine Woche später wählten die Deutschen ihren neuen Bundestag. Deshalb nun der 1. Oktober.

3 Jahre lang – und zwar in den Kinderjahren von 2007 bis 2009 – wurde der Marathon auf einer 21,097 Kilometer langen Doppelrunde ausgetragen. Erst seit 2010 gibt eine 42,195 Kilometer lange Schleife durchs gesamte Stadtgebiet.

4 Läufer bilden eine Staffel – getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. Zehn Kilometer sind ja auch für Hobbyläufer gut zu absolvieren.

5-mal haben Frauen die Bestmarke seit 2007 im Halbmarathon verbessert – u.a. je zweimal Hannah Menne und Silke Optekamp vom PSV Grün-Weiß Kassel, die seit 2013 die Topzeit von 1:17:59 Stunden hält. Zum Vergleich: Nur dreimal unterboten Männer den Streckenrekord. Seit 2012 besteht Markus Jahns Bestmarke (1:11:30 Std.).

16-mal insgesamt kamen die Sieger bei den Frauen (7) und Männern (9) über die volle Distanz aus dem Marathonland schlechthin: Kenia. In den Siegerlisten außerdem vertreten: zweimal Äthiopien und je einmal Deutschland und Tansania.

39 Kinder wurden 2016 beim Mini-Marathon im Buga-Gelände von einem Wespenschwarm erwischt. Ein Junge musste sogar auf die Intensivstation. Unsere Empfehlung: Am besten einfach keine Abkürzung durchs Gebüsch nehmen.

70 Jahre ist er alt. Der  Mann, ohne den es den Marathon nicht gäbe. Winfried Aufenanger hat das Laufsportereignis aus der Taufe gehoben und zusammen mit seinem Team stetig weiterentwickelt.

80 Schulen aus der Region haben für den Mini-Marathon gemeldet. Knapp 4000 Schüler gehen heute Nachmittag ab 15.45 Uhr auf die Strecke von Damaschkestraße durchs Buga-Gelände bis zum Auestadion. Der Mini-Marathon ist längst der eigentliche Star des Wochenendes.

132 Minuten und 54 Sekunden – also anders formuliert 2:12:54 Stunden – benötigte der Kenianer Joel Chepkopo 2010 für die 42,195 Kilometer durch Kassel. Bei den Frauen hält eine Landsfrau den Streckenrekord: Ecler Loywapet lief 2009 2:37:36 Stunden.

419 Marathon-Läufer haben nach Angaben des Hessischen Leichtathletik-Verbandes im vergangenen Jahr die Ziellinie überquert. Die klassische Distanz hat der Veranstaltung ihren Namen gegeben, leidet aber an Teilnehmerschwund.

1000 Helfer sind die, die es erst möglich machen, dass die Großveranstaltung reibungslos im gesamten Stadtgebiet über die Bühne gehen kann.

2500 Meter muss man laut Google Maps mit dem Auto hinter sich bringen, um von den Messehallen an der Damaschkestraße zum Auestadion zu kommen. Warum das hier Erwähnung findet? Fast vergessen ist mittlerweile, dass die Start- und Ziellinie anfangs an den Messehallen war.

Längst aber ist das Auestadion das Herz des Marathons geworden. Der Einlauf und die letzte Stadionrunde zählen für die Teilnehmer zu den Höhepunkten des Laufs.

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