"Training ist mehr als Laufen"

"Lauf geht's": So trainieren Teilnehmer richtig für den Halbmarathon

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Trainingsexperte:  Wolfgang Grandjean.

Kassel. Ende März hat das Training für die HNA-Aktion „Lauf geht’s“ begonnen. Am Montagabend mit Wolfgang Grandjean einer der Initiatoren der Aktion zu Gast in Kassel. Sein Thema: Das richtige Training.

Wir haben den Abend zusammen mit den „Lauf geht’s“-Teilnehmern besucht und vor allem eines erfahren: „Training ist mehr als Laufen“. Ein Überblick:

Rund 90 Minuten nimmt sich Grandjean Zeit für seinen Multimedia-Vortrag und macht dabei immer wieder deutlich, dass sich die rund 150 Teilnehmer nicht in erster Linie quälen sollen, um am 16. September beim EAM Kassel Marathon an den Start zu gehen. Dort wollen die Läufer und Läuferinnen die 21 Kilometer des Halbmarathons absolvieren.

Für richtiges Training auf den Körper hören

„Trainiert bitte nicht zuviel“, ist allerdings eine der zentralen Vorgaben von Wolfgang Grandjean. Der 51-jährige frühere Handballspieler hat selbst Zerrungen und Blasen erlebt und gibt Tipps, wie sich Blessuren beim Lauftraining am besten vermeiden lassen. Auf den Körper zu hören und ihm Zeit zur Regeneration zu geben, sei eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg am 16. September. 

Auf dem Weg zur persönlichen Fitness: Einige der Teilnehmer von „Lauf geht’s“ am Kasseler Kulturbahnhof. Unser Foto zeigt (von links) Michael Appel, Frank und Carina Salzmann, Sarah Panhans, Jörn Bochmann, Andreas Hartwich und Aygün Yikar.

Beim Training, dass die „Lauf geht’s“-Teilnehmer im Moment in drei Leistungsgruppen absolvieren, wird erst einmal die Grundlagenausdauer trainiert, um die Fettverbrennung im Körper anzukurbeln.

„Macht viele langsame aber lange Läufe, um eure Grundlagenausdauer zu verbessern“, sagt Grandjean. Später stehen dann auch Steigerungsläufe auf dem Programm, um aus der Komfortzone herauszukommen. Seitenstechen und Muskelkater seien zwar oftmals unangenehme Wegbegleiter, könnten aber mit zweiminütigen Atempausen sowie Faszien- und Stabilisationsübungen in Grenzen gehalten werden.

"Immer locker bleiben"

Grandjeans Botschaften kommen an. „Ernährungs- und Trainingstipps, die wir per Mail erhalten haben bei mir bereits den gewünschten Erfolg gebracht“, freut sich Andreas Hartwich. Der 44-jährige Lohfeldener hat bereits vier Kilo an Gewicht verloren und schätzt darüber hinaus das Training in den Laufgruppen. Damit geht es ihm genauso wie den Handballerinnen Carina Salzmann (36) und Sarah Panhans (28), die neben dem Spaß durchaus auch die Leistung und ihre Zielzeit im Auge behalten wollen: „Ich laufe in der Espresso-Gruppe und würde schon gern unter zwei Stunden bleiben“, sagt Salzmann.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Zwehrenerin versuchen, Wolfgang Grandjeans Tipps zu beherzigen, der gegen Ende der Veranstaltung noch einmal deutlich macht, was besonders wichtig ist: „Immer schön locker bleiben.“

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