Vor dem Mini-Marathon: Seriensiegerin blickt auf das Rennen zurück

Kassel. Als alles begann, war er nicht mehr als ein Mini. Heute ist er längst zu einem Maxi herangewachsen: der Kasseler Mini-Marathon. 5000 Kinder und Jugendliche gehen am Samstag auf die Strecke.

Ganz anders war das am 9. Juni 2007. 300 starteten damals - darunter auch eine, die zur Seriensiegerin der ersten vier Jahre wurde: Laura Hottenrott. Gemeinsam mit der Läuferin, die am Donnerstag ihren 23. Geburtstag feiert, blicken wir zurück.

Überraschung beim Debüt

Bei der Premiere 2007 war sie 15 Jahre alt. „300 Läufer waren am Start. Das ist im Vergleich zu heute ja ein ganz kleines Feld. Es waren unglaublich viele Zuschauer an der Strecke“, blickt sie zurück. Damals wie heute ging’s einmal rund um die Buga. Für die knapp 4,2 Kilometer benötigte die Läuferin der LG Baunatal-Fuldabrück damals 16:19 Minuten. „Anfangs war ich schon überrascht von meinem Erfolg“, sagt sie. In der Schule machte der Erfolg schnell die Runde. „Ich bin von vielen jüngeren Schülern angesprochen worden.“ Die Liebe zur Buga-Runde ist geblieben. „Wenn ich zu Hause bin, trainiere ich dort am liebsten Tempoläufe.“

Die Faszination

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„Am schönsten war immer der Zieleinlauf. Vorn an der Buga ging’s um die Kurve. Da war dann die Tribüne mit so vielen Zuschauern. Der Moderator hat am Mikrofon immer die Namen durchgesagt. Das war hilfreich. Denn um mich herum waren meist so viele Jungs, dass ich gar nicht wusste, ob ich tatsächlich das schnellste Mädchen bin.“ Gerade für die Schüler sei dieser Zieleinlauf eine einmalige Erfahrung. „Jeder wird gefeiert.“ Einen Augenblick allerdings hat sie nie erlebt. „Ich hätte gern mal den Zieleinlauf im Auestadion genossen. Schade, dass es das zu meiner Zeit noch nicht gab.“

Lauf in die Volljährigkeit

Ganz besondere Erinnerungen hat die Studentin an ihren letzten Erfolg am 14. Mai 2010. Und zwar aus gutem Grund: Der Mini-Marathon fiel auf ihren 18. Geburtstag. „Ich weiß noch, dass ich im Vorfeld überlegt habe: Gehe ich früh ins Bett, um fit für den Wettkampf zu sein oder feiere ich rein?“ Sie entschied sich für Letzteres. Ihrem Erfolg hat’s nicht geschadet: Mit einem roten-weißen Blumenstrauß lief sie als Erste ins Ziel.

Die schnellste Deutsche

Derzeit studiert Hottenrott noch in den USA. Gut möglich aber, dass sie nach dem Bachelor ihren Master in Deutschland macht. Und dann vielleicht auch mal beim Kassel-Marathon startet. „Ich hätte schon Lust darauf, mal in der Staffel mitzulaufen“, sagt sie. Die Marathon-Distanz sei derzeit nicht ihr Fall. Denn ihr Fokus liegt auf deutlich kürzeren Distanzen. Für ihren Heimatverein GSV Eintracht Baunatal startet sie Ende Juli bei der Deutschen Meisterschaft über 5000 Meter. Ihre Bestzeit liegt bei 16:07,21 Minuten, gelaufen im April in Stanford/Kalifornien. Schneller ist in Deutschland derzeit keine.

Schulen beim Mini-Marathon

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