28-Jähriger engagiert sich

Seit elf Jahren beim Kassel Marathon: Ein Helfer mit Ausdauer

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Hilft seit elf Jahren ehrenamtlich beim Kassel Marathon mit: Kevin Warschun.

Kassel. Kevin Warschun müsste man eigentlich fragen, welche Sportart er nicht betreibt: Der 28-Jährige aus Kassel wandert, schwimmt, klettert und fährt auch mal eben mit seinem Rennrad nach Frankfurt. Nur Laufen steht nicht auf seiner Liste.

„Power Walking mache ich gerne, aber im Laufen bin ich nicht so gut“, sagt Warschun. Trotzdem hilft er ehrenamtlich beim Kassel Marathon – seit elf Jahren. „Das ist wie ein Familientreffen“, erzählt er. „Jedes Jahr sind fast immer die gleichen Helfer da. Man kennt sich mittlerweile.“

Seine Aufgaben sind unterschiedlich. In den ersten Jahren begleitete Warschun Läufer auf dem Rennrad, wie etwa Konrad Dobler, den er auch in diesem Jahr vielleicht wieder begleitet. Später half Warschun dann bei der Anlieferung mit und packte die Kleiderbeutel, die jeder Teilnehmer erhält. „Je nachdem, wie viele Läufer mitmachen, können das 10 000 bis 20 000 sein“, sagt Warschun. Das gehe aber schnell, da das Team routiniert sei.

Warschun hilft außerdem beim Auf- und Abbau mit, holt die Spitzenläufer vom Hotel ab und bringt sie wieder zurück. Und auch Medaillen hat er an die Sieger verteilt. „Und ich mache das, was sonst noch so anfällt.“

Warum er jedes Jahr beim Marathon hilft? Warschun ist seit 15 Jahren ehrenamtlich im Verein Hessencourrier und wollte noch ein anderes Ehrenamt ausprobieren. „Und dann bin ich dabei geblieben.“ Auch sein Bruder sei schon seit mehreren Jahren Helfer.

So ganz ist der Laufsport dann doch nicht an Warschun vorbeigegangen. 2012 nahm er zum ersten Mal an einem Acht-Kilometer-Lauf in Power Walking teil. Dabei läuft man schneller als beim Nordic Walking. Im folgenden Jahr dann wieder, und sogar an die 21-Kilometer-Strecke wagte Warschun sich. Ohne dafür trainiert zu haben. 2015 belegte er dann den 14. Platz mit knapp zwei Stunden und 44 Minuten. Danach musste er sich umziehen und gleich weiterhelfen.

Dennoch scheint das Power Walking seinen Ehrgeiz geweckt zu haben. Warschun sagt: „Es wäre schon schön, wenn ich irgendwann den ersten Platz schaffe.“ Ob er es bei diesem EAM Kassel Marathon versucht? „Das weiß ich noch nicht. Erst will ich schauen, wo ich helfen kann.“

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