Start und Ziel im Fokus

Sicherheit beim Kassel Marathon: Lkw sollen Läufer schützen

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Besserer Schutz für die Läufer: Der Startbereich beim Kassel Marathons soll in diesem Jahr erstmals mit Lkw abgesichert werden.  

Kassel. Die Terroranschläge, die in den vergangenen Monaten in Europa Todesopfer gefordert haben, wirken sich auf fast nahezu alle Großveranstaltungen aus: So auch auf den Kassel-Marathon, der am Wochenende zum elften Mal stattfindet.

Um die Läufer vor möglichen terroristischen Angriffen mit Fahrzeugen – wie es in Nizza, Berlin und Barcelona geschehen ist – zu schützen, soll es bei allen Läufen im Startbereich Sicherheitsvorkehrungen geben. Nach Angaben von Norbert Schäfer, Sicherheitsbeauftragter des Kassel Marathons, sollen am Start sowohl beim Bambinilauf am Freitag, beim Mini-Marathon am Samstag sowie bei den Läufen am Sonntag schwere Lkw zum Schutz der Sportler aufgestellt werden. Raiffeisen werde die Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Das Thema Sicherheit sei in den Gesprächen zwischen dem Veranstalter des Marathons und der Stadt Kassel ausführlich diskutiert worden, sagt Stadtsprecher Claas Michaelis. Aus Sicherheitsgründen wolle man im Vorfeld über die konkreten Maßnahmen nicht sprechen. Michaelis sagt nur, dass mit den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen ein besonderes Augenmerk auf den Start- und Zielbereich gelegt werde. Das bestätigt auch Polizeisprecher Torsten Werner. Die Bereiche, wo viele Menschen eng zusammenstehen, seien besonders im Fokus.

Die Strecke selbst könne allerdings nicht mit Fahrzeugen oder Baken geschützt werden, sagt Schäfer. Das sei gar nicht möglich. Er geht aber davon aus, dass in Kassel alles friedlich bleibt. „Wir werden das genauso gut hinbekommen wie die Veranstalter beim Berlin Marathon am vergangenen Wochenende.“

Norbert Schäfer

Allerdings werde in diesem Jahr auch mehr Sicherheitspersonal der Firma Protex im Auestadion eingesetzt, sagt Schäfer. Die Stadt habe darauf hingewiesen, dass die Flucht- und Rettungswege im Auestadion freigehalten würden. „Für uns ist das eigentlich selbstverständlich“, sagt Schäfer. Viele Besucher hätten sich in der Vergangenheit aber nicht auf die Sitzplätze der Haupttribüne gesetzt, sondern hätten sich auf die Aufgänge im Stadion gestellt. Das solle in diesem Jahr verhindert werden.

Menschen im Rollstuhl und Personen, die einen Kinderwagen dabei haben, werde gestattet, in den Innenraum des Stadions bis zur Bahnabgrenzung zu kommen. Allerdings sollen keine großen Gepäckstücke mit ins Stadion genommen werden, sagt Schäfer. Die könne man bei den Containern der Firma Schenker, die am Auestadion stehen, abgeben.

Die Besucher des Marathons müssten auch damit rechnen, dass ihre Taschen beim Betreten des Stadions kontrolliert werden.

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