Wegfall städtischer Zuschüsse droht: „Marathon hat Gegenwert“

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Solche Bilder wird es weiterhin geben: Beim Kassel-Marathon 2011 sind die Läufer in der Breslauer Straße in Waldau zu sehen.

Kassel. Die Nachrichten sind nicht die besten, aber die Reaktionen bleiben gelassen. Wie in der vergangenen Woche berichtet, sollen voraussichtlich die städtischen Zuschüsse bis zu 50.000 Euro für den Eon Mitte Kassel Marathon ab dem Jahr 2014 wegfallen.

„Von der Nachricht war ich schon etwas überrascht“, sagte Veranstaltungschef Winfried Aufenanger gegenüber unserer Zeitung.

Optimistisch: Marathon-Chef Winfried Aufenanger (oben) und Ulrich Fischer vom Titelsponsor Eon Mitte Vertrieb.

Eigentlich seien mit der Stadt Kassel und ihren Vertretern für den Mai - also nach der siebten Auflage der Laufveranstaltung am 12. Mai - Gespräche über die Art der weiteren Unterstützung im Jahr 2014 geplant gewesen. Bisher hatte die Stadt Kassel den Marathon in unterschiedlicher Art unterstützt. Zu geldwerten Leistungen war es vor allem in den Bereichen Straßensperrung und -reinigung gekommen. Dass nun scheinbar eine Vorentscheidung gefallen sei, empfindet Aufenanger als etwas eigenartig.

„Der Marathon hat einen erheblichen Gegenwert für die Region und Kassel, was seitens der Stadt eigentlich erkannt werden müsste“, sagt der 66-Jährige. Unabhängig von künftigen Zuschüssen gab sich Aufenanger aber auch selbstbewusst: „Insgesamt sehe ich keine Gefahr für unsere Veranstaltung, da wir zahlreiche andere Partner haben.“

Ulrich Fischer

Der wichtigste dürfte weiterhin die Eon Mitte Vertrieb Gmbh als Titelsponsor der Veranstaltung sein. Vertraglich miteinander verbunden sind Aufenanger und Eon bereits bis einschließlich 2014, und die Signale sind eindeutig: „Insgesamt können wir sagen, dass wir mit vollem Herzen dieses Großereignis unterstützen wollen und über das finanzielle Engagement hinaus - soweit irgend machbar - auch in Zukunft dessen Partner und Förderer sein wollen“, sagt Ulrich Fischer als einer der beiden Geschäftsführer der Eon Mitte Vertrieb GmbH.

Da auch innerhalb des Unternehmens die Identifikation mit dem Kasseler Marathon sehr groß sei und der Energieversorger seit den Anfängen der Veranstaltung Kontinuität und Verlässlichkeit gezeigt habe, wolle man den Marathon und das Organisationsteam um Winfried Aufenanger auch weiterhin unterstützen, betont Fischer.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund nachlassenden Engagements der Stadt macht auch Fischer auf den beträchtlichen Gegenwert des Marathons aufmerksam: „Dieses Laufereignis entfaltet nicht nur im sportlichen, sondern auch im sozialen, kulturellen und ökonomischen Sinn eine positive Wirkung für Nordhessen.“

Von Martin Scholz

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