Zusammen 84 Kilometer 

Familie aus Kassel läuft zu viert den Halbmarathon

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Gehen als Familie an den Start: Eric, Oda, André und Thomas Potrolnik (von links) kommen aus Harleshausen. Sie nehmen zu viert die 21-Kilometer-Distanz beim Kassel-Marathon in Angriff.

Kassel. Eine Läufer-Familie aus Harleshausen bereitet sich dieses Jahr zu viert auf den Halbmarathon in Kassel vor.

„Für uns ist das ein Ziel als Team“, sagt André, das mit 17 Jahren jüngste Familienmitglied der Potrolniks. Laufen verbindet. Sie motivieren sich gegenseitig. Das findet auch Vater Thomas so toll an dem gemeinsamen Projekt. „Gerade wenn aus den Kindern Jugendliche werden, müssen wir Eltern schauen, wie wir sie irgendwie noch begeistern können“, sagt der 50-Jährige.

André und sein 19-jähriger Bruder Eric sind seit einigen Jahren Triathleten. Laufen ist ihre Lieblingsdisziplin. „Früher bin ich ganz oft gejoggt. Durch die Kinder habe ich dann nach zig Jahren wieder angefangen zu trainieren“, sagt Thomas Potrolnik.

Und was ist mit Mutter Oda? „Ich bin das schwächste Glied“, sagt die 46-Jährige lachend. „Aber das ist mir völlig egal. Ich laufe mein Tempo.“ Seit fünf Jahren macht sie die Läufer-Familie Potrolnik komplett. Der Grund: Ihr Hund – eine Motivationshilfe auf vier Beinen sozusagen. „Zuerst bin ich nur ganz langsam gelaufen. Und nur dort, wo mich keiner gesehen hat“, sagt sie. „Aber mittlerweile kann ich sagen: 21 Kilometer in meinem Tempo – die schaffe ich.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die vier Potrolniks gemeinsam beim Kassel-Marathon an den Start gehen. Bereits vor zwei Jahren haben sie sich den Staffelstab in die Hand gegeben. Etwa zehn Kilometer für jeden. „Das war schon ein tolles Gefühl, als Familie zu laufen“, findet Eric. Vor allem das gemeinsame Einlaufen im Auestadion schweiße zusammen.

Schon im vergangenen Jahr wollten die Potrolniks eine Schippe drauf legen. Das Ziel: Zu viert starten und insgesamt 84 Kilometer laufen. Doch das Halbmarathon-Projekt musste damals noch einmal auf Eis gelegt werden. „Ich hatte mir den Fuß gebrochen“, erklärt Eric. Gestartet sind letztlich also nur sein Bruder und seine Eltern.

Diesmal soll es aber wirklich klappen. Vier Potrolniks, 84 Kilometer. „Es wird zwar nicht das gemeinsame Einlaufen wie bei der Staffel geben, aber wir machen das trotzdem als Team. Der Erste wartet dann eben vorn auf die anderen“, sagt André, der Jüngste, der vermutlich einer der Schnelleren sein wird.

Auch wenn die Zwei-Stunden-Marke zumindest für die Männer der Familie im Kopf ist, sind sich alle einig: In erster Linie geht es um den Teamgedanken.

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