Interview: Kasseler erlebte Eklat beim Bundesligaspiel in Leverkusen

Die Spielunterbrechung von Leverkusen: Was die Zuschauer im Stadion erlebt haben, erzählt Volkmar Heinecker (58) aus Kassel, der unserer Zeitung ein Interview gegeben hat.

Herr Heinecker, wie haben Sie die Situation in jener 68. Minute empfunden? 

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Heinecker: Auf einmal lief der Schiri in die Kabine, und keiner wusste, warum. Wurde er von einem Wurfgeschoss getroffen, oder lag sogar eine Bombendrohung vor? Entsprechende Spekulationen wurden in unserem Block ausgesprochen. Das lag auch daran, weil es in der Folgezeit keinerlei Durchsagen im Stadion gab. So mutete die Situation befremdlich an. Auch wenn das vielleicht übertrieben war, aber Gedanken an ein zweites Paris kamen da schon in unserer Nachbarschaft auf, zumal auch die Polizisten und Ordnungskräfte sichtlich nervöser wurden. Es gab ja noch nicht einmal die Information, ob die Partie nur unterbrochen oder abgebrochen war - wie es schien. Einige Minuten herrschte nicht nur Unruhe, sondern Ratlosigkeit.

Wann bekamen Sie den Grund für die Pause mit? 

Heinecker: Das dauerte. Irgendwann sagte jemand in meiner Umgebung, dass die Sache wohl etwas mit dem Verhalten von Roger Schmidt zu tun habe. Aber eine Durchsage gab es bis zum Wiederanpfiff nicht. Ich musste dann das Stadion vorzeitig verlassen, weil ich zur S-Bahn musste. Ich fand die Verzögerung deshalb umso ärgerlicher, weil ich so das Spiel nicht mehr bis Abpfiff sehen konnte.

Finden Sie, dass der Schiedsrichter richtig gehandelt hat? 

Heinecker: Nein, seine Reaktion empfinde ich als absolut übertrieben. Er hat so unnötig Öl ins Feuer gegossen und Unruhe ausgelöst. Er hätte stattdessen einfach selbst zu Schmidt gehen, mit ihm reden und auf die Tribüne schicken sollen.

Rubriklistenbild: © dpa

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