Eisschnelllauf in China

Keine Medaille: Nico Ihle Vierter bei Sprint-WM

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Verpasste bei der Sprint-WM eine Medaillen: Eisschnellläufer Nico Ihle wurde nur Vierter. Foto: Peter Kneffel

Das war knapp. Trotz einer tollen Steigerung und einem zweiten Platz über 1000 Meter reichte es für den Chemnitzer Nico Ihle bei der WM im Sprint-Vierkampf wieder nur zu Platz vier. Gabi Hirschbichler konnte mit ihrer ersten Top-10-Platzierung bei WM zufrieden sein.

Changchun (dpa) - Nach seinem Rennen ballte Nico Ihle noch die Faust, doch beim Zieldurchlauf der Konkurrenten konnte er nur noch den Kopf schütteln. Der Chemnitzer hat die erste WM-Medaille für deutsche Eisschnellläufer bei Sprint-Weltmeisterschaften seit 27 Jahren erneut nur haarscharf verpasst.

Wie schon vor zwei Jahren in Astana kam der Olympia-Achte in China mit 139,535 Punkten nur auf den bitteren vierten Rang. Zwölf Hundertstel fehlten dem 32-Jährigen zum Sprung auf das Podest. Das letzte WM-Edelmetall für die Deutschen hatte der Berliner Uwe-Jens Mey 1991 mit Silber gewonnen. "Natürlich ist das schade, ich wäre gern mit der Medaille nach Hause gekommen. Ich werde es im nächsten Jahr wieder versuchen", sagte Ihle nach seinem neunten WM-Anlauf.

500-Meter-Olympiasieger Havard Lorentzen holte unterdessen nach 37 Jahren wieder den WM-Titel nach Norwegen. Mit 139,360 Punkten setzte er sich knapp vor den Niederländern Kjeld Nuis und Kai Verbij durch.

Im abschließenden 1000-Meter-Rennen gab Ihle noch mal alles und steigerte sich in 1:09,29 Minuten auf den zweiten Strecken-Platz hinter Olympiasieger Nuis. Ein Ergebnis, das ihm bei Olympia die Freudentränen in die Augen getrieben hätte. In Pyeongchang war er nur Achter geworden. "Dieses Rennen tröstet mich ein wenig, ich habe schließlich so viele Klasseleute hinter mir gelassen", sagte Ihle.

In den Kurven ging er volles Risiko und setzte damit seinen Plan um, alle Reserven zu mobilisieren. Die von ihm noch positiv gesehene "Lauerstellung" mit Platz vier zur Halbzeit verhalf in der Endabrechnung aber nicht zu Bronze.

Bei den Damen sicherte sich Olympiasiegerin Jorien ter Mors als zweite Niederländerin in der 48-jährigen Geschichte von Sprint-Weltmeisterschaften den Titel. Zuvor hatte nur Marianne Timmer 2004 Gold in die Eisschnelllauf-Nation Nummer eins geholt.

Ter Mors, die in Pyeongchang als erste Sportlerin nicht nur die 1000 Meter auf der langen Bahn, sondern auch Olympia-Bronze im Shorttrack-Team gewonnen hatte, setzte sich auch auf der zweiten 1000-Meter-Distanz in 1:15,19 Minuten durch. Sie gewann den Vierkampf mit 150,735 Punkten sicher vor der US-Amerikanerin Brittany Bowe (151,915) und der zu Olympia vom IOC nicht eingeladenen Olga Fatkulina aus Russland (152,620).

Die nach drei Strecken in Führung liegende Titelverteidigerin Nao Kodaira aus Japan musste wegen eines grippalen Infekts und starken Hustens den Wettkampf vorzeitig abbrechen. Gabriele Hirschbichler aus Inzell kam in der Gesamtwertung als Zehnte mit 156,310 Punkten erstmals bei einer Sprint-WM in die Top 10.

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