Weltcup in Predazzo

Kombinierer Frenzel feiert 36. Weltcup-Sieg

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Eric Frenzel beim Springen.

Predazzo - Eric Frenzel hat den 36. Weltcup-Sieg seiner Karriere geholt und seine Führung im Gesamtklassement der Nordischen Kombinierer weiter ausgebaut.

Eric Frenzel lief mit entspanntem Lächeln zum nächsten Coup, dahinter krönte Johannes Rydzek als Zweiter seine sagenhafte Aufholjagd: Die deutschen Kombinierer haben ihren phänomenalen Siegeszug beim Weltcup in Val di Fiemme fortgesetzt, auch das zehnte Saisonrennen gewonnen und zum fünften Mal in den letzten sechs Rennen einen Doppelsieg gefeiert. Die Dominanz von Olympiasieger Frenzel war dabei fast schon beängstigend.

"Heute habe ich es richtig genossen, das lief super", sagte der 28 Jahre alte Oberwiesenthaler nach seinem 36. Weltcup-Sieg in der ARD. Frenzel winkte schon rund 200 Meter vor dem Ziel fröhlich ins Publikum und überquerte die Ziellinie mit seinem Markenzeichen, dem Telemark-Schritt.

24,2 Sekunden Vorsprung hatte der Sachse im Ziel des 10-km-Langlaufs auf Rydzek (Oberstdorf), der nach verpatztem Springen noch von Platz 25 auf das Podest stürmte. Dritter wurde der Norweger Magnus Moan (+25,9). Frenzel baute damit die Führung im Gesamtweltcup vor Rydzek aus.

Dabei konnte Frenzel, der als Sprung-Zweiter hinter dem später chancenlosen Österreicher Mario Seidl in die Loipe gegangen war, die zweite Hälfte im Schongang bestreiten, nachdem er schon 50 Sekunden vor der Konkurrenz gelegen hatte. "Körner zu sparen, das war hier durchaus die Maßgabe für Eric. Die Saison ist lang, es wird noch hart", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Deutsches Team scheint unschlagbar

Frenzel, der sich in der "ewigen" Bestenliste dem in den Weltcup zurückgekehrten Finnen Hannu Manninen (48 Siege/pausierte diesmal) weiter annähert, hatte nie zuvor ein Weltcup-Rennen in Val di Fiemme gewonnen, dort allerdings 2013 den zweiten seiner mittlerweile drei WM-Titel geholt. Sollte die deutsche Nummer eins ihre Form auch nur ansatzweise halten, dürfte bei den kommenden Welttitelkämpfen in Lahti (22. Februar bis 5. März) noch das eine andere Gold hinzukommen.

Zumindest als Mannschaft scheinen die Deutschen derzeit unschlagbar: Zehn Weltcup-Wettbewerbe gab es in der laufenden Saison, alle gingen an die DSV-Dominierer. Fünfmal war Frenzel erfolgreich, dreimal siegte Weltmeister Johannes Rydzek, einmal Fabian Rießle. Hinzu kommt ein deutscher Sieg in der Staffel.

Die weiteren Deutschen vergaben Spitzenresultate durch ein schwaches Springen. Der erstarkte Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) kam als Zehnter immerhin noch in die Top 10. Rießle (Breitnau), zuletzt Sieger in Lahti, lief ähnlich stark wie Rydzek, hatte den Sprung aber noch mehr verpatzt: Von Platz 41 aus reichte es für den Schwarzwälder letztlich immerhin noch zum 14. Rang.

Am Samstag (10.00/13.00 Uhr) steht in Val di Fiemme ein Teamsprint an. Bundestrainer Hermann Weinbuch gönnt dabei seinen Topleuten um Frenzel eine Ruhepause - die werden dann wieder im zweiten Einzel-Wettkampf am Sonntag ins Geschehen eingreifen.

dpa/sid

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