Eine Zäsur, aber noch nicht das Ende

Gerald Schaumburg über das Boxidol Witali Klitschko  

Jahre lang ließ uns Wladimir Klitschko glauben (und hoffen), der Zahn der Zeit       nage nicht an ihm, das Altern sei uns vorbehalten. An diesem Samstag nun sah der Champion erstmals alt aus - und verlor folgerichtig gegen den zwölf Jahre jüngeren Tyson Fury.

Das war ein Herausforderer, wie man ihn eigentlich mögen muss. Einer, der nicht nur den Mund voll nahm, sondern großen Tönen auch eine große Leistung folgen ließ. Dass er nun ausgerechnet den beliebten „kleinen“ Klitschko unerwartet vom Thron stieß, das ist für die Fans des Boxstrategen aus der Ukraine natürlich bitter. Ein Desaster ist es nicht. Eine Zäsur nur. Nicht das Ende.

Denn Klitschko wäre nicht Klitschko, würde er abtreten mit solch einer Niederlage - elf Jahre nach der letzten Pleite gegen Lamon Brewster. Nein, Helden des Rings, Idole, Sympathieträger - sie verschwinden nicht durch die Tiefgarage. Wladimir Klitschko wird die Wunden lecken, die Fehler analysieren. Er wird rackern und malochen, er wird wiederkommen zur Revanche gegen Fury. Und wenn es sein letzter Kampf ist. 2016, wenn er am 13. Juli 40 wird. ger@hna.de

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