Pokalspiel-Drama

Kommentar zum Dortmunder Sieg über Bayern: Klopps Momente

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Dieses Pokalspiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund hat gezeigt, dass es richtig war, vor grauer Vorzeit den Fußball zu erfinden. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Diese Sportart kann schließlich wie kaum eine andere alles in einem bieten: erst Langeweile, dann Spannung, Dramatik, Kurioses, das noch nie dagewesen ist – und jede Menge Emotionen. Dass es Jürgen Klopps letzter Auftritt als Trainer von Borussia Dortmund gegen München war, gab dem Ganzen den letzten Kick und obendrein eine weitere Ebene der Bewertung.

Schließlich wurde bis weit in die zweite Halbzeit hinein offensichtlich, dass Klopps Schritt richtig zu sein scheint, am Ende der Saison zurückzutreten. Diese, seine Mannschaft braucht einen neuen Impuls. Den Hurra-Fußball von einst spielt sie nicht mehr so konsequent, Alternativen dazu fallen ihr kaum ein – gerade gegen ein Überteam wie München nicht. Da haben sich Wolfsburg und Gladbach zuletzt wesentlich variabler präsentiert. Einerseits.

Andererseits ist Dortmund unter Klopp immer noch für den besonderen Moment gut, was nicht unwesentlich mit diesem Ausbund an Energie zu tun hat, das da an der Seitenlinie herumturnt und sich seine Psychospielchen mit dem alten Rivalen liefert. Dieses Team ist nach wie vor in der Lage, für seinen Trainer zu kämpfen und ihm einen großen Abschied zu bereiten. Deshalb wird Klopp eine gehörige Lücke reißen – vor allem in den Duellen gegen die Bayern, die unter ihm zum Unterhaltsamsten geworden sind, was der Fußball zu bieten hat.

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