Kommentar zum Fall Marco Reus: "Mehr als dumm"

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Das Verhalten des Fußball-Nationalspielers war mehr als dumm - das findet Sportredakteur Florian Hagemann.

Marco Reus hat sein Fehlverhalten als Dummheit eingestuft. Sein Verein Borussia Dortmund verweist auf die Einsicht des Spielers – also: Fall erledigt, alles wieder gut, volle Konzentration auf den Fußball. Von wegen!

Auf der nach oben offenen Skala der Unfassbarkeiten hat Reus sich keine Lappalie erlaubt, indem er wiederholt Auto gefahren ist, ohne überhaupt einen Führerschein zu besitzen. Auch ohne Verweis auf seine Vorbildfunktion hat sich der 25-Jährige eine Ungeheuerlichkeit geleistet.

Mehr noch: Reus hat die allgemeine Vermutung bedient, dass viele junge Stars glauben, über dem Gesetz zu stehen und sich daher alles erlauben zu dürfen. Ihr Umfeld tut nichts dagegen: Gerade den sehr gut verdienenden Fußballprofis wird heutzutage nahezu alles abgenommen. Fans und Medien feiern sie wie Götter. Da geht der Blick auf die Selbstverständlichkeiten des Alltags gern mal verloren.

Insofern verweist der Fall Reus auch auf andere. Dass es über all die Jahre keinen gab, der das Vergehen verurteilte oder es überhaupt mitbekam, ist nämlich auch äußerst bedenklich.

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