Tabellenletzter Dortmund

Kommentar zur Lage beim BVB: Längst kein Witz mehr

Nach der 0:2-Niederlage in Frankfurt verschärft sich die Krise bei Borussia Dortmund. Sie sei längst kein Witz mehr, sagt HNA-Sportredakteur Florian Hagemann.

Dortmund ist Letzter!

Das ist nahezu unfassbar nach 13 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga – erst recht für Borussia Dortmund selbst. Womöglich liegt hier aber genau das Problem. Denn: Nur indem alle seit Wochen betonen, wie unfassbar die Misere des Vize-Meisters ist, verschwindet der Misserfolg ja nicht plötzlich. Im Gegenteil: Er wird immer größer, immer gigantischer.

Dortmund im Teufelskreis: Am Anfang nahm die Krise in der Liga keiner ernst, weil es genügend Anhaltspunkte für puren Zufall gab: Die Mannschaft spielte meist auch gut, wenn sie verlor. Und außerdem: Sie gewann in der Champions League und war da so überragend, dass jeder die Tabellensituation im nationalen Wettbewerb für einen Witz hielt. Die Borussia umgab sich so mit einer trügerischen Sicherheit und der Gewissheit: Es wird schon.

Und jetzt? Wird nichts. Dortmund verliert weiter und spielt nicht mehr so gut, es verliert auch in der Champions League und wirkt verunsichert. Das lässt sich auch am Umgang mit der Krise festmachen: Boss Hans-Joachim Watzke verschärft den Ton, Trainer Jürgen Klopp bedient sich im Laden der Durchhalteparolen – und die Fans schwanken zwischen Aufmunterung und Kopfschütteln. Dieser so plötzlich gefallenen Spitzenmannschaft fehlt somit eines: ein Rezept für das Unfassbare. Dabei ist das schon lange kein Witz mehr.

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