Kommentar zur langen Pause der MT: Ein Unding

Kassel. Die Handballer der MT Melsungen haben mehr als vier Wochen kein Bundesliga-Spiel. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Robin Lipke.

Die Handballer der MT Melsungen haben mehr als vier Wochen kein Bundesliga-Spiel. Eine Unterbrechung in dieser Größenordnung ist ein Unding. Zumal nicht nur die MT davon betroffen ist. Es wirkt geradezu absurd, dass mitten in der Saison der Ball einen Monat lang ruht.

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Einmal mehr zeigt sich, woran es der Handball-Bundesliga (HBL) mangelt: an einem zusammenhängenden Spielplan. Dabei kann den Verantwortlichen der HBL nicht mal ein Vorwurf gemacht werden. Der Rückzug des HSV hat vieles durcheinandergewirbelt. Womöglich hätte darauf kurzfirstig reagiert werden können. Das Hauptproblem aber ist und bleibt: Die Bundesliga hat sich dem Spielplan der europäischen Wettbewerbe unterzuordnen. So kommen die zerstückelten Spieltage zustande.

Im aktuellen Fall muss überdies die Frage erlaubt sein, warum Turniere zur Olympia-Qualifikation ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt angesetzt werden, so kurz vor dem Saisonfinale? In anderen Sportarten wäre solch eine unglückliche Konstellation undenkbar.

Dem Handball tut die Pause nicht gut. Klubs wie der MT wird die Chance genommen, weiter vom neuen Boom zu profitieren und Zuschauer in die Hallen zu locken. Spieler kommen aus dem Rhythmus. Das Kribbeln in der Liga geht flöten. Und die Fans gucken in die Röhre. Da gibt es Handlungsbedarf. Denn so viel Leerlauf birgt Gefahr: Sehr schnell kann es mit diesem neuen Boom wieder vorbei sein. 

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