Kommentar zur Neuverteilung des TV-Geldes

Fußball-Bundesligist FC Bayern fordert für sich mehr Einnahmen bei der zukünftigen Verteilung des TV-Geldes. Durchaus nachvollziehbar, findet unser Redakteur Björn Mahr.

Seit dem Mega-Deal der englischen Fußball-Klubs mit Einnahmen von umgerechnet 6,9 Milliarden Euro Anfang dieses Jahres war absehbar, dass auch in Deutschland eine Diskussion über die TV-Verträge beginnen würde. Und vor allem, dass sich der FC Bayern nicht lange in vornehmer Zurückhaltung üben würde. Wer aus der Bundesliga in Europa mithalten will, braucht in den nächsten Spielzeiten einfach mehr Geld. Denn: Weshalb sollte ein hochtalentierter Spieler nach München wechseln, wenn er auf der Insel schon in jungen Jahren bereits ein Gehalt einstreichen kann, wie es für einen umjubelten Musikstar normal ist?

Wenn sich die 36 deutschen Profivereine heute zu ihrer Mitgliederversammlung treffen, dann werden die Vorstellungen aller Vertreter nicht unter einen Hut zu bringen sein. Aber das darf auch nicht das Ziel sein. Die dringlichste Aufgabe ist es, das Geld zukünftig nach neuen Kriterien zu verteilen – ohne dass dabei die Zweitligisten komplett abgehängt werden.

Wer erfolgreich ist, wer die Massen mobilisiert und wer die Menschen vor die Bildschirme holt, der muss dafür gebührend belohnt werden. Sollte dieser Weg nicht eingeschlagen werden, dann werden die Bayern, vielleicht auch Dortmund oder Schalke, alles daran setzen, ihre Spiele selbst fernsehrechtlich zu vermarkten. Und dann blieben viele Vereine auf der Strecke.

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