Kommentar zur Wahl des Olympia-Bewerbers: Kein Zeichen gesetzt

Olympische Spiele 2024 in Deutschland ? Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes hat sich für Hamburg als Bewerberstadt ausgesprochen. Dazu ein Kommentar von unserem Redakteur Florian Hagemann.

Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes plädiert für Hamburg als deutschen Bewerber für die Olympischen Spiele 2024. Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung, weil das Gremium damit den Weg des geringeren Widerstandes geht. In Hamburg ist die Akzeptanz der Bevölkerung für die Ausrichtung größer als in Berlin. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass eine Bewerbung noch an einem Bürgervotum scheitert.

Trotzdem: Das Präsidium hat es verpasst, ein Zeichen zu setzen, indem es mit Berlin jenen Ort unterstützt, der am ehesten das garantiert, was die Olympischen Spiele brauchen: ein Zurück zur Normalität, eine Art Anti-Gigantismus. In Berlin wären viele Sportstätten vorhanden gewesen, sie hätten nur modernisiert werden müssen. Berlin hätte für eine gewisse Nachhaltigkeit gestanden, die Stadt hätte Olympia erden können.

Und so? Ist eine Bewerbung zu erwarten, die kaum Zeichen setzt – und deren Erfolgschancen eher gering sind: Boston gilt als großer Favorit, zudem konkurriert die Bewerbung mit dem Vorhaben des mächtigen Deutschen Fußball-Bundes, 2024 die EM auszurichten. Insofern sind der Sportbund und Hamburg gerade drauf und dran, sich ein Luftschloss zu bauen.

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