Kommentar zur Razzia beim DFB: Die Lage ist ernst

Ein Kommentar zur Razzia beim Fußballverband von Sportredakteur Florian Hagemann.

Mit den Razzien gestern hat das Schmierentheater rund um den Deutschen Fußball-Bund eine neue Dimension erreicht. Jetzt wühlen nicht nur Medien im Sumpf rund um die WM-Vergabe 2006, sondern auch staatliche Ermittler. Das macht den Ernst der Lage für die damals Handelnden noch deutlicher und konkreter.

Die Entwicklung aber zeigt auch, dass der Deutsche Fußball-Bund längst dasselbe Problem hat wie der Weltverband Fifa. Beide Institutionen waren unfähig, rechtzeitig die Vergangenheit aufzuarbeiten und für einen personellen Umbruch zu sorgen, weil ihnen schlicht der Druck aus den eigenen Reihen fehlt.

Nun steht an der Spitze des DFB ein Präsident, gegen den nicht nur ermittelt wird, sondern der auch Hauptdarsteller einer lähmenden Schlammschlacht ist. Das ist nicht nur grotesk, sondern auch einer Einrichtung unwürdig, die sich rühmt, weltgrößter Sportfachverband zu sein.

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