Kommentar zum Rücktritt von Martina Müller: Richtiger Schritt

Florian Hagemann über Martina Müller

Fußball-Nationalspielerin Martina Müller beendet am Saisonende ihre Karriere. Ein Kommentar dazu von Sportredakteur Florian Hagemann.

Dass Martina Müller ihre überaus erfolgreiche Karriere als Fußballerin nach dieser Saison beendet, kommt insofern überraschend, da es vor Kurzem noch hieß, sie und der VfL Wolfsburg stünden unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung. Trotzdem ist der Schritt durchaus nachvollziehbar: Martina Müller geht nicht als eine, die vom Hof gejagt wird. Sie verlässt die große Bühne zu einer Zeit, in der sie noch immer einen enormen Wert für ihre Mannschaft hatte.

Dieser Wert lässt sich nicht zuletzt daran erkennen, dass sie Wolfsburg in den vergangenen beiden Jahren zweimal zum Triumph in der Champions League schoss, dass sie 2013 Fußballerin des Jahres wurde und dass sie ein Jahr später zu den drei besten Fußballerinnen Europas gehörte. Es ehrt sie, dass sie nun auch im Verein so handelt wie in der Nationalelf und ihre Karriere nicht einfach ausklingen lässt. Das unterscheidet sie von anderen: Birgit Prinz zum Beispiel hat sich ihren guten Namen ein wenig beschädigt, weil sie zumindest im Nationalteam den richtigen Absprung verpasste.

Was bleibt, ist der Respekt vor Martina Müller. Für die Kaufungerin war die rasante Entwicklung des Frauenfußballs nie eine Bürde. Im Gegenteil: Sie hat diese Entwicklung mitbestimmt. Zudem hat sie es zu einer Sympathieträgerin ihres Sports und auch dieser Region geschafft. Unsere Leser wählten sie allein viermal zu Nordhessens Sportlerin des Jahres. Das sagt viel aus. Athleten ihres Formats hat es in der Region noch nicht viele gegeben.

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