Kommentar zum Rücktritt von Müller-Wohlfahrt: Bayern sind nervös

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Die heile Welt war offenbar eine Inszenierung, denn hinter den Kulissen hat es wohl schon oft gekracht bei den Bayern. Das meint HNA-Sportredakteur Gerd Brehm nach dem Rücktritt des Mannschaftsarztes Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Ob der länger als ein Jahr verletzte spanische Superstar Thiago richtig behandelt wurde, können wir mit einer laienhaften Ferndiagnose nicht bestätigen, fest steht jedoch, dass Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Sportvorstand Matthias Sammer und Trainer Pep Guardiola nach der 1:3-Niederlage beim FC Porto nach einem Sündenbock gesucht haben.

Dass die Wahl nicht auf die Abwehrspieler Xabi Alonso, Dante und Jerome Boateng, sondern den Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gefallen ist, gibt Anlass für Spekulationen. Nahe liegt, dass die Münchner ihren Arzt loswerden wollten und die Niederlage zum Anlass genommen haben, Müller-Wohlfahrt zu demontieren. Der Vorgang zeigt aber auch, dass die Bayern derzeit weit vom vielzitierten Mia-san-mia-Gefühl entfernt sind. Die Erkenntnis, dass das 1:3 in Porto eine schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel ist, hat die Münchner nervös werden lassen.

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