Kommentar: Schonfrist für Gisdol

Zwei Krisenherde in der Fußball-Bundesliga haben sich am Wochenende vorerst beruhigt. Auch in bei den kriselnden Hoffenheimern ist der Trainer noch im Amt. Dazu ein Kommentar von Frank Ziemke.

Markus Gisdol ist noch im Amt. Das ist durchaus eine überraschende Nachricht an diesem Wochenende. Die TSG Hoffenheim steckt ja weiter im Tabellenkeller – und es ist kaum zu erwarten, dass Mäzen Dietmar Hopp sich das noch lange anguckt. Wenn es zuletzt überhaupt eine gute Nachricht gab für den Trainer, dann die, dass seine Spieler sich beim Krisengespräch unter der Woche für ihn ausgesprochen haben. Dumm nur, dass sie den Worten gegen Hamburg keine Taten folgen ließen.

Hoffenheim spielt verkrampft. Hoffenheim spielt einfallslos. Hoffenheim spielt nicht wie ein Team, das sich nach Platz acht im Vorjahr weiterentwickelt. Es rächt sich nun unter anderem, dass die TSG neben Toptorjäger Firmino auch Modeste ziehen ließ und keinen gleichwertigen Ersatz besorgte. Dafür muss Gisdol gradestehen.

Trotzdem zeigen andere Beispiele dieses Spieltags, dass es auch schnell anders gehen kann. Krise in Frankfurt? Da hilft Stenderas Doppelpack. Krise in Bremen? Da hilft Ujahs Doppelpack. So funktionieren Befreiungsschläge. Vielleicht hat ihnen das in Hoffenheim noch einmal zu denken gegeben bei der Schonfrist für Gisdol. 

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