Kommentar zu Spahics Rauswurf in Leverkusen: Richtig gehandelt

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Emir Spahic

Bayer Leverkusen hat sich vorzeitig von Emir Spahic getrennt - nachdem dieser Ordner angegriffen hatte. Ein wichtiges Signal, sagt HNA-Sportchef Frank Ziemke in seinem Kommentar.

Die Treue von Fußballfans zu ihrem Verein ist oft bewundernswert. Durch dick und dünn in guten wie schlechten Zeiten. So soll es sein. So muss es sein. Manchmal aber treibt diese Treue seltsame Blüten. In Mainz haben Anhänger von Bayer Leverkusen ein Plakat hochgehalten: „Einer von uns!“

Gemeint war nicht der Ordner, der durch einen brutalen Kopfstoß von Bayer-Verteidiger Emir Spahic seine Zähne verlor. Gemeint war Spahic. Täter statt Opfer! Gut, dass erst die Spieler und dann der Verein die Verhältnisse deutlich zurechtrückten. Kapitän Rolfes stellte klar, wer hier wirklich Teil der Vereins sei – der Ordner. Und der Klub reagierte mit der Kündigung des Täters.

Es ist ein wichtiges Signal, das Bayer damit gibt. Bundesliga-Vereine stehen auf einer besonderen Bühne – und damit auch ihre Spieler. Sie müssen deshalb keine Glanzbild-Vorbilder darstellen ohne Fehl und Tadel. Spahics schockierender Auftritt aber kann nicht geduldet werden. Da darf auch keine Rolle spielen, dass er auf dem Platz stets eine gute Leistung abliefert. Der Klub hat absolut richtig gehandelt, denn Spahic zeigte: Er ist keiner von ihnen!

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