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Kommentar zum Aus für Thomas Schaaf: Ohne Perspektive

Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat Trainer Thomas Schaaf entlassen. Das darf aber nicht nur dem maximal gescheiterten Trainer zu denken geben. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Am Ende dieses Spieltages in der Fußball-Bundesliga kam dann doch die Nachricht, die seit geraumer Zeit erwartet werden durfte: Hannover 96 entlässt Trainer Thomas Schaaf. Dieser Zusammenarbeit ist schlichtweg die Perspektive abhandengekommen, nachdem Schaaf angekündigt hatte, den Weg in Liga zwei nicht mitgehen zu wollen. Spätestens nach dem 0:3 gegen den HSV am Samstag steht fest: Diese 96er sind nicht mehr zu retten. Also: Lieber jetzt den Neubeginn einleiten, als dieses Trauerspiel mit Schaaf bis zum letzten Tag fortzusetzen und einen renommierten Trainer noch mehr zu demontieren.

Dass Schaaf in Hannover maximal gescheitert ist, sollte aber nicht nur Schaaf selbst zu denken geben, sondern vor allem auch den Verantwortlichen von 96. Ihre Idee bestand in den Jahren nach der erfolgreichen Zeit mit Trainer Mirko Slomka und Manager Jörg Schmadtke ausschließlich darin, neue Leute in leitende Funktionen zu holen. Übersehen wurde, dass die Mannschaft immer mehr an Qualität verlor und ganz nebenbei überfordert war mit den vielen Kurswechseln.

Bevor Hannover nun also wieder einen neuen Trainer vorstellt, sollte sich der Klub erst einmal im Klaren sein über eine Strategie. Sonst ist eine schnelle Rückkehr in Liga eins utopisch.

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