Kommentar zum erfolgreichen Ende der EM-Qualifikation

Die Nationalelf hat im letzten Anlauf das Ticket zur EM nach Frankreich gebucht. Doch bis zum Sommer hat Löw noch einiges zu tun. Ein Kommentar von HNA-Sportchef Frank Ziemke.

So, das wäre also geschafft. Den letzten Akt hat das Team von Joachim Löw erledigt. Wie allerdings, das passte zu einer holprigen Qualifikationsrunde. Niederlagen gegen Polen und Irland – und nun ein Zitterauftritt gegen Georgien – damit war im Vorfeld nicht wirklich zu rechnen.

Es passt aber zum Geschehen in fast allen Gruppen. Dabei lautete die Hauptkritik am aufgeblähten Modus, bei dem selbst viele Drittplazierte noch weiterkommen, doch: Diese Qualifikation ist ein Freibrief für die Großen. Es kam dann ganz anders. Es waren vor allem die kleineren Fußball-Nationen, die ihre Chance energisch nutzten. Die Isländer, die Waliser, Iren und Nordiren, Albaner. Sie alle brachten richtig Schwung in diesen Wettbewerb, der alles war, aber eben nicht langweilig. Und nur am Rande: Sogar die Faröer haben zweimal gewonnen.

Das auch die Nummer eins der Welt Probleme hatte, in Irland leichtfertig einen Matchball vergab, zeigt: Die Konzentration muss hoch gehalten werden. Auch gegen vermeintlich leichte Gegner. Und gerade auch das gestrige Spiel zeigte: Bis zum Juni wartet sehr viel Arbeit auf den Bundestrainer und seine Mannschaft. Der personelle Umbruch ist noch nicht vollendet. Die Überlastung der Nationalspieler eine Gefahr. Es gibt weiter Problempositionen wie die rechte Außenbahn. Und dazu ein neues Dilemma: die unfassbar schlechte Chancenauswertung.

Aber sagen wir es mal so: Das sind Probleme, die die Holländer derzeit gern hätten. Deshalb gilt von heute an: Freuen wir uns auf die Endrunde! 

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