Kommentar zum Fifa-Skandal: Dauerhaft Ferien

Die Fußball-Bosse Blatter und Platini müssten noch härter getroffen werden. Und darin könnte dann eine Chance liegen. Dazu ein Kommentar von HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Der Tiefpunkt ist erreicht. Im Sumpf aus Korruption, Veruntreung, Bestechung gehen die leitenden Funktionäre der mächtigsten Fußballverbände unter. Fifa und Uefa dümpeln nach der Suspendierung von Sepp Blatter und Michel Platini führungslos dahin. Dass ein Vertrauer die verordnete Pause für Blatter noch als Gang in die Ferien verkauft, mutet fast schon als Sarkasmus an.

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Blatter legt sich ja nicht in die Sonne und hinterlässt einen geordneten Arbeitsplatz. Sein Verband gleicht einem Minenfeld, in dem niemand weiß, wo die nächste Explosion stattfindet. Und alle Welt wartet auf das Räumkommando, das hier mal richtig für Ordnung sorgt. Für all das trägt der Schweizer als Chef Verantwortung – eine Verantwortung, die er mit einer Sturheit leugnet, die fast zu bewundern ist – wäre sie nicht so traurig.

6331 Tage war Blatter im Amt. Nun geht er in die Ferien. Er sollte dauerhaft bleiben. Fifa und Uefa brauchen neue Gesichter. Keine Blatters mehr, keine Platinis. Dann kann der Tiefpunkt zum Wendepunkt werden.

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