Kommentar zum Pokalsieg des VfL Wolfsburg: Mehr als ein Lauf

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Erstmals in der Vereinsgeschichte hat Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg den DFB-Pokal gewonnen. Die Niedersachsen bezwangen Borussia Dortmund. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Als der VfL Wolfsburg 2009 Deutscher Meister wurde, kam die Frage schon einmal auf: Wird diese vom Großkonzern VW finanziell üppig unterstützte Mannschaft jenes Team sein, an dem sich die Bayern auf Dauer am meisten zu reiben haben? Damals beantwortete der VfL die Frage selbst sehr schnell, indem er mit dem Nachlass einer von Trainer und Manager Felix Magath sehr exzessiv ausgelebten Kaufwut nicht zurechtkam.

Nach dem zweiten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte des VfL sieht die Lage deutlich anders aus: Die Mannschaft lebt nicht nur von einem Lauf wie 2009. Vielmehr ist sie unter Trainer Dieter Hecking und Sportdirektor Klaus Allofs zu einer ernstzunehmenden Spitzenmannschaft entwickelt worden, die dem letzten staatlich anerkannten Bayernkonkurrenten namens Borussia Dortmund nicht nur im Pokalfinale den Rang abgelaufen hat.

Dass die Perspektive der Niedersachsen im rosigen Bereich anzusiedeln ist, hat so auch mit einer gefestigten Teamstruktur zu tun. Die Mannschaft besteht nicht nur aus Stars und Millioneneinkäufen wie Kevin de Bruyne, sondern auch aus an sich lediglich grundsoliden Kickern wie Daniel Caligiuri und Timm Klose, die der Standort groß macht. Hinzu kommen Talente wie Maxi Arnold. Die Mischung stimmt, und es gibt gute Gründe für die Annahme, dass dieser Wolfsburger Erfolg nachhaltiger sein wird als die Meisterschaft 2009.

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