TSG schlägt München, Bremen setzt Serie fort, auch Köln und BVB erfolgreich

Schnellcheck-Konferenz: Kramaric stoppt die Bayern

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Ich hab’s gemacht: Der einzige Torschütze Andrej Kramaric von der TSG 1899 Hoffenheim wird nach dem Spiel von Maskottchen Hoffe über das Feld getragen.

Kassel. Seit dem 0:1 am 19. November 2016 bei Borussia Dortmund hatten die Münchner Bayern in der Fußball-Bundesliga nicht mehr verloren.

Bis zum Dienstagabend: Dann schlug die TSG 1899 Hoffenheim im Topspiel des 27. Spieltags den Rekordmeister 1:0 (1:0). Was sonst noch so passierte, lesen Sie in unserer Schnellcheck-Konferenz, erster Teil:

Wieviel Spannung steckte im vermeintlichen Topspiel? 

Sky-Moderatorin Jessica Kastrop sprach im Vorfeld von einem „EEG-Spiel“. Hoffenheim erwies sich tatsächlich als erster ernstzunehmender Gegner für die Bayern nach der Winterpause. Der Tabellendritte ging gleich mal durch Andrej Kramarics Volleyschuss 1:0 in Führung (21.) - wobei FCB-Ersatztorwart Sven Ulreich nicht den glücklichsten Eindruck machte. Das passte zur Leistung der Münchner, die - auf sieben Positionen gegenüber dem 6:0 gegen Augsburg verändert - nicht ganz so schwungvoll wie gewohnt daherkamen.

Wer konnte sich absetzen im Kampf die Europa-League-Startplätze? 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte beruflich in Köln zu tun und kam im Stadion vorbei. Beim Spiel des Effzeh gegen Frankfurt musste sich Frau Merkel wohl aber zunächst ab und zu die Augen reiben. Nicht, weil sie besonders verwundert war, sondern um die Müdigkeit zu vertreiben. Viel los war nicht.

Um aber die Eingangsfrage zu beantworten: Eines der bis gestern punktgleichen Teams konnte sich absetzen. Warum? Das Spiel endete 1:0 für Köln. Torschütze: Milos Jojic. Sein Dropkick ins linke untere Eck (53.) war absolut sehenswert. Da kam dann vielleicht auch der Bundeskanzlerin ein leises „Hui“ und ein „Ah“ über die Lippen.

Teil eins des Spieltags war ja auch das Fernduell der Ballermänner der Liga. Wer schoss am schnellsten? 

Die Ballermänner hatten ihre Colts vergessen. Waren Bayerns Robert Lewandowski, Kölns Anthony Modeste und Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang zuletzt kaum aufzuhalten, zeichneten sie sich gestern vor allem durch eins aus: vergebene Chancen. Besonders gut konnte das Masken-Sünder Aubameyang.

In der fünften Minute scheiterte der frei an HSV-Torwart Rene Adler. In der 27. Minute das gleiche Spiel - wieder hieß der Sieger Adler. Weil aber Kollege Gonzalo Castro zwischendurch per Freistoß das 1:0 erzielte (13.), war ihm keiner böse. Aber in Hälfte zwei hatte der Gabuner dann doch noch zwei Patronen in seinem Gürtel gefunden: Erst ließ er den Hamburger Albin Ekdal ganz alt aussehen (81.) und legte auf Shinji Kagawa. Der traf zum 2:0. In der Nachspielzeit erhöhte er dann selbst zum Endstand - 3:0. Lewandowski prüfte kurz vor der Pause nur die Sinsheimer Latte - also die des Tores. Modeste blieb ebenfalls blass. Schwer bescheiden, die Herren.

Hielt denn die Serie der Bremer? 

Aber hallo. Werder bezwang Schalke 04 3:0 und blieb damit im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen: fünf Siege, ein Unentschieden. Theodore Gebre Selassie (24.), Max Kruse per Foulelfmeter (76.) und der eingewechselte Maximilian Eggestein (80.) trugen dazu bei, dass die Bremer die Mannschaft der Stunde sind - zusammen mit Hoffenheim.

Wie war die Übertragung im TV?

Nach gut zehn Minuten sagte Sky-Reporter Martin Groß, in der Konferenzschaltung für die Partie in Hoffenheim zuständig, mit Blick auf dem munteren Beginn in allen Stadien: „Ich habe das Gefühl, dass wir auf allen vier Plätzen richtig Spaß bekommen.“ Es dauerte danach noch einige Sekunden - und schon gab es durch Castros Freistoß das erste Tor des Abends. Richtig Spektakel gab es aber an diesem Abend nicht - dafür die Überraschung der Hoffenheimer.

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