Digitalisierung nimmt Schwung auf

KSB: Onlinekurs als spannende Herausforderung

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Gut gelaunt am Schreibtisch: KSB-Bildungsreferentin Fendina Lau unterrichtete Lehrgangsteilnehmer auf ein er Kommunikationsplattform. 

Aus- und Weiterbildung ausschließlich über elektronische Medien – mit dieser völlig neuen Aufgabe beschäftigte sich die Bildungsreferentin des Kreissportbundes Göttingen-Osterode, Fendina Lau, seit Beginn der Coronakrise.

„Das hat gut funktioniert, aber man kann den direkten Kontakt und die Atmosphäre in einer Sporthalle digital natürlich nicht ganz ersetzen“, sagt die 47-Jährige.

Für die KSB-Mitarbeiterin bestimmte der Laptop den Großteil der Tage. Denn neben der Aufgabe, angehende Übungsleiter fit zu machen, musste sich Fendina Lau auch noch um den Schulunterricht ihrer beiden Töchter kümmern. „Ich glaube, dass prinzipiell langfristig etwas von der Arbeitsweise der vergangenen Wochen hängen bleiben wird“, sagt sie. „Man könnte tatsächlich schon vor dem Gang in die Sporthalle Teile der Übungsleiter-Ausbildung ins Internet verlagern.“ Die Lehre über den Bildschirm sei zwar schon immer angedacht gewesen, es habe aber nie einen Grund gegeben, das Thema so schnell wie jetzt anzupacken. Insofern fand beim Kreissportbund – ähnlich wie in vielen Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung – eine Beschleunigung der Digitalisierung statt. Da die Praxisausbildung in den Sporthallen von einem auf den anderen Tag wegfiel, hatte der KSB plötzlich Zeit, um konzeptionell in diese Richtung zu arbeiten.

„Bis auf einen haben alle Teilnehmer dieses Online-Abenteuer mit mir durchgezogen“, freut sich Fendina Lau. Vom aktuellen Übungsleiter-C-Kurs konnte lediglich eine Wochenend-Einheit in der Schoninger Sporthalle absolviert werden. Danach herrschten Ausgangssperren und der KSB musste in Windeseile auf Online umstellen. Lau war beeindruckt, wie schnell die Teilnehmer sich auf die neuen Umstände einstellten. „Viele haben zwar gemeint, dass sie sich Sport anders vorstellen, aber jetzt sei es eben so“, berichtet Lau. Sie und ihre Schützlinge tummelten sich in erster Linie auf der Lehr- und Lernplattform Edubreak. Die von Lau erstellten Aufgaben waren für die Kursteilnehmer vielfältig: Beispielsweise musste ein Dokument auf die Plattform geladen werden, in dem man ein Spiel beschreibt. Die anderen Teilnehmer konnten Ergänzungen hinzufügen. Weiterhin mussten Lückentexte ausgefüllt werden sowie Videos kommentiert und selbst gedreht werden. „Dabei gab es deutliche Unterschiede zu einer gewöhnlichen Lehrveranstaltung“, betont Lau. „Jeder Einzelne wurde mehr gefordert, denn in der Sporthalle kann man sich bei den Theorie-Einheiten ja auch mal zurückhalten.“ Es sei ein ganz anderes Zeitmanagement und große Disziplin nötig gewesen. „Es war eine spannende Herausforderung“, so Lau.

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