Trotz einiger Absagen

Kreissportbund Göttingen will an Sommerprogramm festhalten

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Auch sie beschäftigen sich derzeit mit dem Corona-Virus: Die Mitglieder des aktuellen Kreissportbund-Vorstandes.

Den Virus sehr ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen – das rät der Kreissportbund Göttingen-Osterode seinen Mitgliedsvereinen. Vorstandssprecher Klaus Dreßler aus Volkmarshausen hält nichts davon, schon jetzt alle geplanten Veranstaltungen für dieses Jahr abzusagen.

„Wir haben gerade erst Frühlingsanfang und sollten alle die Nerven behalten“, meint Dreßler. Auch der KSB selbst will nicht vorschnell handeln. Deshalb hat die Organisation des heimischen Sports auch seinen Kreissporttag, der für den 9. Mai in Dransfeld geplant ist, noch nicht abgeblasen. Klaus Dreßler betont aber: „Wenn nur der kleinste Zweifel besteht, sagen wir natürlich ab.“

Könnte der KSB mit dieser Absage noch gut leben, dürfte Ähnliches für einige Vereine gravierendere Folgen haben. Rund zehn von ihnen feiern in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen inklusive umfangreicher Jubiläumsprogramme. Betroffen sind unter anderem der TSV Jühnde, TSV Werra Laubach und der TSV Escherode.

Das Coronavirus könnte aber auch den Kreissportbund finanziell treffen. Dann nämlich, wenn seine Angebote im Zeltlager auf der Stolle nicht wie üblich angenommen würden. Derzeit werden schon einige Buchungen für den Sommer storniert. Dreßler stellt klar: „Wir wollen versuchen, die Sommerfreizeiten durchzuführen. Die Vereine und Gruppen sollen wissen, dass sie bei uns auch kurzfristig die geplanten Aufenthalte absagen können. Überstürztes Handeln ist nicht nötig.“ Sollte der Betrieb des Zeltlagers im Sommer wieder möglich werden, dürften nicht zuletzt viele gestresste Eltern aufatmen, die aktuell den Nachwuchs ausschließlich in den eigenen vier Wänden bei Laune halten müssen.

Abgesagt ist bereits die Auftaktveranstaltung „Wandern mit andern“, die für den 3. Mai in Elliehausen geplant war (Ersatztermin wird angekündigt). Ebenfalls nicht stattfinden wird eine Juleica-Ausbilung zu Ostern auf der Stolle. Das vom KSB geplante Angebot eines Übungsleiterlehrgangs (C-Lizenz) soll zumindest für den Theorieteil ermöglicht werden. Der Sportbund arbeitet fieberhaft an einer Online-Version.

Der KSB hat in schwierigen Zeiten ein neues Motto entwickelt: Wir halten Abstand – aber zusammen! Gerade Sportler seien geübt darin, sich gegenseitig zu unterstützen. Mit etwas Kreativität sei es auch jetzt möglich, etwas Positives zu bewirken. „Ich könnte mir beispielsweise vorstellen“, so Dreßler, „dass Übungsleiter, die aktuell in ihrer Freizeit keine Gruppen betreuen können, die Energie haben, sich sozial auf anderen Gebieten zu engagieren – beispielsweise für Ältere.“ Und ansonsten meint der KSB-Vorstandssprecher in Anspielung auf das mittlerweile eingeschränkte Ausgangsrecht: „Wenn wir im Herbst sportlich wieder etwas erleben wollen, müssen wir jetzt halt mit dem Hintern zu Hause bleiben!“

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