Kreissportbund Göttingen-Osterode

Auf der Stolle sollen Familien einziehen

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Die Hoffnung bleibt: Viele Vereine und Jugendgruppen setzen darauf, dass es auf der Stolle in diesem Sommer doch noch losgeht. Hier ein Bild aus dem vergangenen Jahr mit dem Fitnesssportverein Münden. 

In seinem Freizeitcamp auf der Stolle bei Dahlenrode kann der Kreissportbund Göttingen-Osterode (KSB) derzeit keine Einnahmen erzielen. Vorstandssprecher Klaus Dreßler gibt allerdings Entwarnung und betont: „Der KSB wird auch Corona überstehen!“

Bislang mussten in diesem Jahr alle geplanten Veranstaltungen auf der Stolle abgesagt werden. Das war erforderlich, da in den Unterkünften viele Teilnehmer aus unterschiedlichen Haushalten untergebracht werden. Vor Corona war das natürlich kein Problem. Nun werden die Unterkünfte aber nach den aktuellen Versammlungsbestimmungen ähnlich bewertet wie Hotels; und das macht Jugendfreizeiten bislang unmöglich.

Für den Sommer hat Klaus Dreßler die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Vielleicht findet der KSB einen Dreh, wie auf der Stolle wieder Leben einziehen könnte. Beispielsweise durch eine Konzentration auf Familienfreizeiten. Das könnte ein willkommenes Alternativ-Angebot darstellen, da die sonst üblichen Auslandsreisen in diesem Sommer wohl flachfallen werden. Außerdem könnte dem KSB entgegenkommen, dass die niedersächsischen Schulferien in diesem Sommer erst am 16. Juli beginnen.

Für die Familienfreizeiten erarbeitet die Sportorganisation derzeit einen der geforderten Hygienepläne. Jede Familie könnte beispielsweise ein eigenes Zelt beziehen, was nach den aktuellen Versammlungsrichtlinien erlaubt wäre. Als sportliche Angebote nennt Dreßler beispielsweise Bogenschießen Geocaching und Yoga. „Allerdings hoffen wir auch noch“, so Klaus Dreßler weiter, „dass wir unsere beiden großen Freizeiten in diesem Jahr noch durchziehen können – eventuell mit größerem Abstand in den Zelten.“ Bislang habe es dafür noch keine große Absagewelle gegeben. Das sei auch nicht nötig, so Dreßler, da der KSB auch kurzfristige Stornierungen kostenfrei ermöglichen werde.

Ausgefallen sind bisher auch alle vier geplanten Veranstaltungen im Rahmen „Wandern mit anderen“. Nur noch zwei „Wandertage“ stehen auf dem Plan. Deshalb möchte der KSB im November einen zusätzlichen auf der Stolle ausrichten.

Zu den Investitionen: Neueste Errungenschaft auf der Stolle wird eine Multifunktionsfläche sein, die theoretisch ab dem 4. Juni nutzbar ist. Auf ihr kann Fußball, Fußballtennis, Volleyball, Handball und Badminton gespielt werden. Als Eigenanteil hatte der Kreissportbund für diese Fläche rund 30 000 Euro zu zahlen. Aufgrund der Einnahmeausfälle half dem KSB eine private Spende, um das Vorhaben zu realisieren. Das Geld muss allerdings zurückgezahlt werden.

Sollte es im Verlauf des weiteren Jahres überhaupt keine Einnahmen auf der Stolle geben, vermutet Klaus Dreßler, dass der KSB für zwei Mitarbeiter, die sich mit der Anlage beschäftigen, Kurzarbeit beantragen müsste. Eine der beiden Stellen ist für die Verwaltung und vor allem die Beantragung von Fördergeldern verantwortlich, die zweite kümmert sich vor Ort um die anwesenden Gruppen, ist derzeit aber anderweitig beschäftigt.

Trotz der Krise sei beim KSB finanziell alles im Lot, betont Dreßler. Das werde auch nach der obligatorischen Kassenprüfung am 3. Juni ersichtlich werden. Seinen Kreissporttag hat der KSB nun noch einmal nach hinten verlegt. Vermutlich im Herbst werde es so weit sein.

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