Verstärkung für die Regionalligisten

KSV Baunatal holt Kanadier Robert Thompson aus der ersten finnischen Liga

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Vertragsunterzeichnung: Bernd Bilsing (stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter des KSV Baunatal), Ferhat Kablan (Abteilungsleiter), Roger Thompson und Sponsor Marcel Everding.

Baunatal. Der KSV Baunatal hat einen neuen Fußballspieler. Roger Thompson ist ein 22-jähriger Kanadier aus Toronto, der zuletzt für den finnischen Erstligisten IFK Mariehamn aktiv war und nun als Innenverteidiger die Abwehrkette des Regionalligisten stabilisieren soll.

KSV-Trainer Tobias Nebe hat den Neuen schon einige Male im Training beobachtet und ist sehr angetan. „Ich habe sofort gesehen, dass Roger ein sehr guter Fußballer ist und hoffe nun natürlich, dass er uns beim Kampf gegen den Abstieg helfen wird“, sagt Nebe. Aber warum wechselt ein talentierter Spieler, der schon fünf Spiele für die kanadische U23-Nationalmannschaft bestritten hat, zum KSV Baunatal?

Roger Thompson wollte eigentlich nur seinen Freund Tristan Watson besuchen, der seit diesem Sommer für den KSV kickt. Natürlich durfte er mittrainieren, und da er sich bei einem unterklassigen Verein für einen deutschen Profiklub empfehlen möchte, lag es nahe, dem Werben der Baunataler nachzugeben.

Pokalspiel in Seligenstadt

Ob Thompson am heutigen Samstag ab 14.30 Uhr beim Hessenpokal-Achtelfinale in Seligenstadt mitmachen darf, stand am gestrigen Freitag allerdings noch nicht fest, denn eine Spielerlaubnis seitens des DFB lag noch nicht vor. Eigentlich dürfen Ausländer nur noch im Januar während einer Saison wechseln, da aber Thompson nach dem Ende der Saison in Finnland arbeitslos ist, hoffen die Baunataler auf eine juristische Regelung in ihrem Sinne.

Die unterschiedlichen Ligen - Seligenstadt ist Tabellenachter der Hessenliga - hätten wenig Aussagekraft, sagt Nebes Trainer-Kollege Tobias Klöppner. „Wir sind abgeschlagener Letzter der Regionalliga, die sind im gesicherten Mittelfeld der Hessenliga. Was heißt das schon?“, fragt Klöppner. Von daher schiebt Klöppner die Favoritenrolle beiseite.

Ihm geht es vor allem darum, sich bei den Südhessen gut zu verkaufen. „Wir wollen mal wieder für positive Schlagzeilen sorgen und nehmen das Spiel in Seligenstadt sehr ernst“, sagt er.

Deshalb reist der Baunataler Tross mit der bestmöglichen Mannschaft an. Immerhin gibt es keine weiteren Verletzten beim Tabellenletzten der Regionalliga. Klöppner sagt: „Wenn wir schon im Pokal ran müssen, dann wollen wir auch so weit kommen wie möglich.“ (geb/lip)

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