Abstand nach oben wird kleiner

4:0 – Löwen machen gegen Walldorf erst spät alles klar

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Die Erlösung: Adrian Bravo Sanchez (rechts) erzielte das 2:0. Links: Marco Dawid. 

Kassel – Stadtallendorf hatte am Freitagabend 0:4 gegen Dreieich verloren. Die Chance für den KSV Hessen Kassel war also da, den Abstand nach oben zu verkürzen.

Den Löwen stand dabei Rot-Weiss Walldorf im Auestadion im Weg. Wobei: Gegenwehr leistete der Gast beim 4:0 (1:0)-Erfolg des KSV kaum.

Bereits nach vier Minuten hätten die Löwen in Führung gehen können, ja fast müssen. Wieder einmal war das Flügelspiel eine gefährliche Waffe. Marco Dawid ist schneller als sein Gegenspieler, legt quer auf Sebastian Schmeer, der sich um den Gegenspieler dreht und am stark reagierenden Torwart Kevin Darmstädter scheitert. Schmeer erhielt erneut den Vorzug vor Mahir Saglik in der Sturmspitze.

Zwei Minuten später war es wieder Schmeer, der mit einem Kopfball nach einer Ecke von Darmstädter gestoppt wurde. Und so ging es weiter. 9. Minute: Dawid im Strafraum, müsste schießen, zögert, wird gestoppt, fordert Strafstoß, bekommt aber keinen. Die Löwen, sie waren giftig, bissig, aggressiv – auf eine positive Weise. Immer einen Schritt schneller als der Gegner, energisch in den Zweikämpfen. So eroberten sie die Spielkontrolle. Von Walldorf kam in der gesamten ersten Hälfte kein einziger Schuss auf das Tor von Maximilian Zunker.

In der 11. Minute wurde der KSV dann belohnt. Und wieder ging es schnell über die rechte Seite, Dawid behielt den Überblick und sah Lukas Iksal – der hatte aus fünf Metern keine Probleme, das 1:0 zu erzielen. Es war die Krönung einer starken Anfangsphase. Auch danach war der KSV überlegen, machte daraus aber nicht mehr allzu viel. Eine Chance für Adrian Bravo Sanchez, der frei aus fünf Metern scheiterte (35.) und ein Freistoß des Mittelfeldspielers an die Latte (45.). Das war's. Das Manko zur Pause: Wieder einmal machten die Löwen zu wenig aus ihren Möglichkeiten.

Dass Walldorf nicht über die gesamte Spielzeit so harmlos bleiben würde, war abzusehen. Die Gäste kamen einsatzfreudiger aus der Kabine. Gute Torchancen hatte aber weiterhin das Heimteam. Frederic Brill, zwei Mitspieler neben sich, schließt aber selbst ab und das zu schwach (59.). Schmeer behauptet sich klasse im Strafraum und kommt zum Abschluss – im Nachhintenfallen geht der Ball aber über das Tor (64.). So war es weiterhin nur eine Ein-Tore-Führung, das Spiel offen.

Walldorf spielte jetzt besser mit, ohne sich allerdings Torchancen zu erarbeiten. Die Entscheidung muss dann auf der anderen Seite fallen, als Bravo Sanchez einen zu kurzen Pass von Walldorfs Christopher Felter in den Lauf bekommt, allein aufs Tor geht, dann aber zum mitgelaufenen Nasuf Zukorlic spielt. Der Pass kommt nicht genau genug, Zukorlics Versuch wird geblockt. Zu umständlich alles.

Dann aber machte es Bravo Sanchez doch noch besser. In der 81. Minute bekam er den Ball perfekt in den Lauf von Alban Meha, einmal geschaut, ein Schuss in den Winkel – endlich das erlösende 2:0. Und damit war der Knoten geplatzt. Schmeer und Meha legten mit platzierten Schüssen jeweils ins rechte untere Eck das 3:0 und 4:0 nach (87. und 88.). So wurde es am Ende dann doch noch ein deutlicher Sieg, den sich der KSV mit verdient hatte. Der Abstand nach oben, er wird kleiner.

Statistik:

Kassel: Zunker - Najjar, Mißbach, Evljuskin, Brandner - Brill - Dawid (64. Mogge), Meha, Bravo Sanchez (85. Schwechel), Iksal (76. Zukorlic) - Schmeer Walldorf: Darmstädter - Borger (62. Herdt), Herberg, Werther, Felter - Ludwig - Itoi (90. Desiderio), Deumlich, Eichfelder, Wendnagel - Struwe SR:Amirian (Wiesbaden) - Z: 1250 Tore:1:0 Schmeer (11.), 2:0 Bravo Sanchez (81.), 3:0 Schmeer (87.), 4:0 Meha (88.) Gelbe Karten: Meha, Mogge, Brill, Schmeer / Deumlich, Borger, Herberg, Walldorfer Bank

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