Wie es für den KSV Hessen Kassel wieder bergauf gehen kann

Mutmachliste für die Löwen: Ab jetzt wieder mit Gebrüll

Löwe in Kenia.
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Die Löwen wollen wieder brüllen: Ein Exemplar wie dieses, aufgenommen in Kenia, kann dem KSV Hessen dabei als Vorbild dienen.

Es läuft nicht gut bei den Löwen. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel ist nach zuletzt drei Niederlagen in Folge dicht an die Abstiegszone gerutscht.

Kassel – Am Samstag kommt mit dem FSV Frankfurt ein Topteam ins Auestadion (14 Uhr). Die Schwächen der Kasseler bei ihren letzten Auftritten sind benannt: Im Angriff ohne Durschlagskraft, in der Abwehr häufig zu löchrig.

Jetzt aber gilt es, wieder aufzustehen. Eine Mutmachliste für die Löwen unter dem Motto: Ab jetzt wieder mit Gebrüll!

Den Rasen betreten: Endlich wieder Stadion

Kunstrasen mögen sie nicht, die Kasseler. Zum Training okay, aber wenn es um Punkte geht, dann ist er nicht das Geläuf des KSV. Zuletzt musste er vier Heimspiele in Folge auf dem Nebenplatz austragen. Nur gegen Schlusslicht Stadtallendorf gelang ein Sieg. Gegen Stuttgarts Amateure und Elversberg gab es dagegen Niederlagen, auch das 1:1 gegen Gießen war im Abstiegskampf zu wenig. Nun aber müsste es schon mit dem (Regen)-Teufel zugehen – ansonsten heißt es: endlich wieder Aue-stadion!

Den Gegner bekämpfen: Gerne gegen Spitzenteams

Dass der KSV im Hinspiel beim FSV ziemlich chancenlos war und 1:3 verlor, stellen wir jetzt mal hinten an. Ansonsten nämlich gilt: Der KSV spielt ganz gerne gegen Spitzenteams. Ob es zuletzt das 2:1 bei schwächelnden Homburgern war, das 2:1 in Ulm oder das 1:1 bei Spitzenreiter Freiburg – den Löwen gelang schon manch überraschender Punktgewinn. Und da kommen wir noch mal auf die Sache mit dem Kunstrasen zurück. Beim letzten Rasen-Heimspiel hieß der Gast TSV Steinbach, kam als Spitzenreiter ins Auestadion. Am 23. Januar war das, der KSV siegte 2:1. Und nun geht es auf Rasen wieder gegen ein Topteam.

Den Laden dichtmachen: Jetzt wieder mit Chef

Das ist keine Kritik an seinem Stellvertreter Luis Allmeroth. Aber mit Abwehrchef Kevin Nennhuber auf dem Platz ist die Löwen-Abwehr sortierter, hat die Lufthoheit, hält die Ordnung auch spät im Spiel. Der 32-Jährige hat nach seinen langwierigen Wadenproblemen in dieser Woche endlich wieder voll mittrainiert. Seiner Rückkehr in die Startelf gegen den FSV Frankfurt steht somit nichts mehr im Weg. Umso wichtiger, weil die Südhessen mit dem früheren Northeimer Muhamed Alawie (neun Treffer) und Arif Güclü (13) gleich zwei gefährliche Torjäger in ihren Reihen haben. Schöner Nebeneffekt: Auch im Spielaufbau ist Nennhuber eminent wichtig. Zunächst aber zählt, dass die Defensive mit ihm den Laden wieder dichtmacht.

Dem Wappen Ehre machen : Brüllen wie Löwen

Okay, das soll jetzt nicht heißen, dass der KSV am Samstag in einer Tour brüllend über den Platz laufen soll. Aber nicht nur Trainer Tobias Damm stellte zuletzt fest: „Wir haben zu wenig Lautstärke auf dem Platz.“ Zu hören sind vor allem die Kommandos von Kapitän Frederic Brill und eben Nennhuber. Dabei steckt der Mutmacher ja schon im Wappen. Das ziert der Löwe, nach ihm sind die Kasseler auch benannt: „Die Löwen!“ Das Motto für den Samstag heißt also: Ab jetzt wieder mit Gebrüll!

Den Trainer beschenken: Siegen für den Chef

Trainer Tobias Damm hat seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Dass der Verein ihm vertraut, freut ihn. Aber für den 37-Jährigen wäre es natürlich auch gut, wenn er gleich im ersten Spiel nach der Unterschrift zeigen könnte, dass die Verantwortlichen alles richtig gemacht haben. Den Trainer beschenken also. Siegen für den Chef. Und für die Stimmung. Für die Revanche gegen den FSV. Für den Klassenerhalt. Ach, Gründe gibt es genug, Löwen! (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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