Achtungserfolg gegen Team der Stunde: KSV Hessen spielt 1:1 gegen Hoffenheim II

Kassel. Der KSV Hessen hat sich gegen die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Regionalliga Südwest einen Achtungserfolg erkämpft: Vor gut 1000 Zuschauern im Auestadion spielten die Löwen vier Tage nach dem verlorenen Hessenpokal-Halbfinale nun gegen Hoffenheim II 1:1 (0:1). Dabei agierten die Gastgeber die letzten 20 Minuten in Überzahl und hätten sogar gewinnen können.

Vor Spielbeginn standen die Vorzeichen für die Nordhessen jedoch alles andere als gut. Gegen die Bundesliga-Reserve der Kraichgauer mussten die Löwen nämlich nicht nur auf die gesperrten Henrik Giese und Nicolai Lorenzoni, sondern auch kurzfristig auf Tobias Damm (Wadenprobleme) und Frederic Brill (Außenbandreizung) verzichten. So rückte Kapitän Tobias Becker in die Innenverteidigung, Tim Philipp Brandner spielte außen. Zudem starteten gegenüber dem Pokalspiel Dennis Lemke, Hasan Pepic und Sylvano Comvalius.

Fußballerische Feinkost sahen die Zuschauer selten. Vor allem in der ersten Halbzeit gab es kaum Strafraumszenen, kaum Chancen. Dafür stand der KSV in der Abwehr konzentriert, ohne allerdings im Spiel nach vorn zu überzeugen. Die erste richtig gute Chance hatten die Gäste, als Felix Lohkemper in der 21. Minute frei vor Kevin Rauhut auftauchte. Der KSV-Torwart zeigte sich aber erneut in der Form des Pokalabends vom vergangenen Dienstag und parierte mustergültig.

Während bei den Löwen nicht nur in der Anfangsphase viel über den starken Marco Dawid und die rechte Seite lief, übernahm Hoffenheim nach seiner Chance mehr und mehr das Kommando. Ohne allerdings zwingend zu sein. Erst in der 35. Minute war der Bann gebrochen. Ein Freistoß in halblinker Position zirkelte Baris Atik aus 20 Metern zur Gästeführung ins Netz. Auch der KSV erarbeitete sich kurz vor der Pause seine erste Möglichkeit, doch Sergej Schmik ging bei einem Pepic-Freistoß volles Risiko, nahm den Ball direkt und scheiterte deutlich.

Gleich nach der Pause musste Rauhut erneut sein ganzes Können beim Kopfball von Yannick Thermann aufbieten (47.). Aber die Löwen antworteten prompt, und TSG-Torwart Gregor Kobel parierte einen platzierten Schuss von Dennis Lemke. Aber Hoffenheim spielte nun zielstrebiger, kam häufiger mit schönen Kombinationen vor das Tor des KSV. Richtig gefährlich wurde es in der 60. Minute, als Thermann erneut allein vor Rauhut auftauchte, doch dieser entschärfte den Versuch mit einer blitzschnellen Reaktion. Und beinahe hätte ein weiterer Freistoß von Baris Atik den Weg ins Netz gefunden (68.).

1:1 - KSV Hessen holt Punkt gegen Hoffenheim II

Und dann kehrte die Hoffnung zurück im Auestadion. Nach einem Foul von Benedikt Gimber an Marco Dawid, zeigte Schiedsrichter Thorsten Braun nicht nur auf den Punkt, sondern gab dem Hoffenheimer auch Gelb-Rot (70.). Sylvano Comvalius verwandelte den anschließenden Elfmeter zum 1:1. Auch wenn der eingewechselte Kingsley Schindler noch eine Riesenchance für die Gäste hatte (77.), spielte der KSV nun seine Überzahl aus. Comvalius verpasste in der 86. Minute eine Flanke von Pepic, auch Feigenspan und abermals Comvalius scheiterten (89.). In der Nachspielzeit strich Lemkes Distanzschuss knapp über das Gehäuse der Hoffenheimer.

KSV: Rauhut - Schmik, Perrey, Becker, Brandner - Evljuskin (68. Girth) - Lemke, Pepic - Dawid (81. Sattorov), Comvalius, Feigenspan

Hoffenheim: Kobel - Dehm, Fesser, Gimber, Rieble - Canouse - Atik (84. Sessa), Thermann - Röser (75. Mann), Lohkemper, Trümner (74. Schindler)

SR: Braun (Güdingen) - Z: 1172

Tore: 0:1 Atik (35.), 1:1 Comvalius (71., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Dawid - Gimber, Fesser

Gelb-Rote Karte: Gimber (70.)

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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