Kurzfristig auf Kunstrasen

Rund ums Spiel des KSV Hessen gegen Elversberg: Doppelter Ärger

Ingmar Merle (rechts) und Manuel Feil.
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Hatte Geburtstag: Ingmar Merle (rechts) im Duell mit Manuel Feil. Im Hintergrund: Schiedsrichterin Karoline Wacker.

Am Freitag hieß es noch, der KSV Hessen Kassel werde sein Heimspiel in der Fußball-Regionalliga gegen die SV Elversberg ziemlich sicher im Auestadion austragen.

Kassel - Am Samstagmorgen kam nach der Platzbegehung und den Regengüssen in der Nacht zuvor dann die Nachricht: Es geht erneut auf den Kunstrasen. Das sorgte für Unmut. Ebenso wie eine Aktion kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Ärger I

Es ist kein Geheimnis, dass die Löwen lieber im Stadion – auf Rasen – spielen als auf dem Kunstrasenplatz. Und das ist nebenbei auch nur allzu verständlich. Das Stadion als Heimspielstätte gibt ein anderes Gefühl – sogar ohne Zuschauer. Der Rasen als Untergrund liegt einer Mannschaft wie dem KSV eher. Der Kunstrasen dagegen spielerisch starken Teams wie Elversberg.

Die Verantwortlichen des KSV sprachen es dann am Samstag nicht direkt aus, es war allerdings deutlich zu merken, dass sie mit der Entscheidung des Sportamtes Kassel, das Stadion zu sperren, nicht glücklich waren. Dass sie der Meinung waren, dass Fußball dort möglich gewesen wäre. Aber sie fügten sich natürlich. Und hoffen nun auf den nächsten Versuch am 27. März gegen den FSV Frankfurt.

Ärger II

Deutliche mehr regten sich Spieler und Trainer Tobias Damm in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf. Folgendes war passiert: Nils Pichinot versuchte an der Außenlinie, den Ball in die Hand zu nehmen. Er war sich sicher, dass dieser im Aus gewesen war, es Einwurf für den KSV geben würde. Doch die Fahne der Linienrichterin blieb unten, ein Elversberger spitzelte den Ball aus Pichinots Händen, es ging Richtung KSV-Tor. Es folgte ein Foul, ein Freistoß. Pichinot war außer sich, beschwerte sich lautstark, ebenso wie Trainer Tobias Damm.

Den Freistoß gab es dennoch. Er wurde geblockt, sprang Israel Suero Fernández vor die Füße. Der 26-Jährige, der mal ein Probetraining beim KSV absolvierte, schloss volley ab und traf zum 1:0 aus 20 Metern. „Das war der schlimmste Zeitpunkt überhaupt“, sagt Damm. Und: „Selbst Spieler des Gegners haben gesagt, dass der Ball vorher im Aus war.“ (Maximilian Bülau)

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