Vor dem Spiel gegen Pirmasens

Akteure des KSV Hessen Kassel: Ein glücklicher Jubilar und eine Rückkehr mit 42

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Mit 42 und der Rückennummer 50 am Start: Mirko Bitzer, Torwart des FK Pirmasens mit Kasseler Vergangenheit. 

Kassel. Das Spiel des KSV Hessen gegen Pirmasens rückte einige Akteure in den Fokus.

GIESES PREMIERE

Wohl dem, der so etwas schafft: das erste Tor für seinen Verein in einem Jubiläumsspiel zu erzielen. Henrik Giese ist das gegen Pirmasens gelungen – und wie. Der 27-Jährige bestritt wie Teamkollege Sergej Schmik seine 75. Partie für die Löwen und tat sich erstmals als Torschütze hervor, als Traumtorschütze gar. „Es wurde ja auch mal Zeit“, sagte der Innenverteidiger. Er ließ wissen, dass sein Treffer durchaus die Folge harter Trainingsarbeit war. Lupfer des Mitspielers, eigener Schuss – mitunter werden solche Freistoßvarianten Marke 80er-Jahre im Training einstudiert. Jetzt weiß jeder, warum. 

DIE NUMMER ZWEI

Im Gegensatz zum Freistoß, der letztlich zum Erfolg führte, sollen direkt verwandelte Ecken beim KSV nicht trainiert werden. Und trotzdem sind sie gefährlich. Adrian Bravo Sanchez machte so gegen Pirmasens schon sein zweites Tor – und das in seinem 15. Spiel für die Löwen. Wenn das so weitergeht, sind Ecken für das Spiel des KSV bald so wichtig wie Elfmeter. Die Bilanz hier: zwei Elfmeter, zweimal traf Sebastian Schmeer. Er schießt dabei aber längst nicht so krumm wie Bravo Sanchez. 

DAWIDS WERMUTSTROPFEN

Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann doch noch an diesem Samstag. Es blieb nämlich bei der traurigen Regel, dass kein Spiel vergeht, in dem sich niemand verletzt. Diesmal erwischte es Marco Dawid, bei dem in der 19. Minute und nach der Aktion, die zum Elfmeter führte, alte Probleme im Oberschenkel auftraten. Er zwickte mal wieder. Dawid musste ausgewechselt werden. Die Hoffnung ist groß, dass er bald wieder fit sein wird. 

DIE NUMMER FÜNFZIG

Im Tor der Gäste aus Pirmasens stand einer, der auch schon mal beim KSV Hessen Kassel aktiv war – lang, lang ist es her: Mirko Bitzer gehörte 2005/2006 zur Mannschaft, die den Aufstieg in die Regionalliga schaffte. Er startete damals als Nummer eins, verletzte sich dann, Oli Adler wurde daraufhin nachverpflichtet und zu einer festen Größe.

Bitzer blieb also nur der Platz auf der Bank, nach dem Aufstieg verließ er Kassel. Er kann sich noch an den Blumenstrauß des damaligen KSV-Bosses Jens Rose erinnern und an die Abschiedsworte von Pressesprecher Herbert Pumann. Fortan tourte Bitzer durchs Land, er spielte für den FK Clausen, für Zweibrücken, für Hauenstein und den halben Südwesten, ehe er Anfang der Saison ein zweites Mal in Pirmasens landete, um dort in Zeiten der Torwartnot bereitzustehen.

Nun war seine Zeit gekommen. Da der etatmäßige Torwart Daniel Kläs dienstlich verhindert war, durfte Bitzer ran: Saisondebüt mit 42 Jahren und der Rückennummer 50. Er machte seine Sache gut. Nur beim 3:0 agierte er unglücklich. 

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