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Am Boden: Der KSV Hessen verliert gegen Balingen

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Von: Maximilian Bülau, Torsten Kohlhaase

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Jascha Döringer.
Er liegt auf dem Rasen: Jascha Döringer vom KSV Hessen Kassel in der Partie gegen Balingen. © Dieter Schachtschneider

Zwei Punkte aus nun schon sechs Spielen, zudem die erste Heimniederlage der Saison: Nach dem 1:2 (1:1) gegen Balingen wartet der KSV Hessen Kassel weiter auf den ersten Sieg in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Kassel – Kapitän Frederic Brill wählte angesichts der immer angespannteren Lage klare Worte: „Es ist schwer zu erklären. Wir haben wieder okay gespielt, aber mit okay steigst du eben ab.“ Im Duell mit dem Team vom Bodensee erwischte die Löwen der erste Rückschlag schon vor dem Spiel.

Der erste Rückschlag

Bitterer hätte es für den KSV nicht beginnen können. Beim Aufwärmen verletzte sich Torwart Nicolas Gröteke, sodass kurzfristig Maximilian Zunker zwischen die Pfosten rücken musste. „Natürlich ist das kein optimaler Start. Aber uns fehlt derzeit allgemein das Fortune. Glück braucht man in jedem Spiel, aber man muss es sich eben auch erarbeiten. Und das machen wir derzeit zu wenig“, sagt Brill dann auch schonungslos offen. Gröteke hat sich am Knie verletzt, es könnte sich erneut um einen Meniskusschaden handeln.

Der zweite Rückschlag

Er folgte wenig später. Denn nach nur vier Minuten stand es bereits 0:1 im Auestadion. Pedro Almeida Morais ließ den wieder in die Startelf zurückgekehrten Hendrik Starostzik aussteigen, legte in die Mitte auf Jonas Meiser, der völlig frei einschieben konnte. Dieser Gegenstoß offenbarte abermals die aktuelle Defensivschwäche der Löwen eiskalt. „In der vergangenen Saison hat uns ein solcher Rückstand nicht gestört, wir haben einfach weiter gemacht. Nun aber gehen die Köpfe runter, und wir sind komplett blockiert“, sagte Jascha Döringer, in der ersten Halbzeit einer der Besten beim KSV.

Die Hoffnung

Auch sie kam nur weitere vier Minuten später zurück. Döringer bediente nach einem starken Angriff Noah Jones, der in der Mitte etwas Glück hatte, weil Balingens Torwart Marcel Binanzer noch dran war. Der Ball trudelte trotzdem zum Ausgleich ins Netz. Nach dem ersten Saisontreffer des Neuzugangs blieb die Partie chancen- und ereignisreich. Aber statt 2:2 oder 3:3 stand es zur Pause 1:1. Leistungsgerecht.

Der dritte Rückschlag

Nachdem Aram Kahraman in der 62. Minute noch den Pfosten getroffen hatte, wurde es eine Viertelstunde vor Schluss kurios. Nach einem Einwurf flog der Ball in den KSV-Strafraum, und Schiedsrichter Tom Bauer gab Handelfmeter. Nach langen Diskussionen trat Kaan Akkaya an – und traf. Zunker war zwar noch dran, konnte aber das 1:2 nicht verhindern. „Dieser Elfmeter passt in unsere derzeitige Situation. Aber wir haben auch die Stärken von Balingen zugelassen“, sagte KSV-Trainer Tobias Damm hinterher.

Und als war das nicht schon der Rückschläge genug, wendeten sich am Ende auch etliche Fans in der Kurve frühzeitig ab, als die Mannschaft sich verabschieden wollte. (Torsten Kohlhaase und Maximilian Bülau)

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