KSV Hessen gegen Aalen

Uwe Wolf und Tobias Damm: Am Ende plötzlich vertauschte Rollen

Uwe Wolf.
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Gewohnt lautstark: Aalens Trainer Uwe Wolf an alter Wirkungsstätte im Auestadion.

90 Minuten lang war es so: Durch das leere Auestadion hallte vor allem eine Stimme. In der tiefen Tonlage, wie Anhänger des KSV Hessen sie noch kennen aus früheren Zeiten.

Kassel - Uwe Wolf war zurück, der Meistertrainer von 2013, jetzt Coach des VfR Aalen. Und der 53-Jährige dirigierte seine Mannschaft gewohnt leidenschaftlich und lautstark an der Seitenline.

„Es war schön, mal wieder hier zu sein“, sagte Wolf nach der Partie – natürlich auch noch unter dem Eindruck des späten Ausgleichtreffers für seine Mannschaft. Der neue Verantwortliche bei den Aalenern war nicht der einzige Ex-Kasseler in der Reisegruppe VfR. Auch Geschäftsführer Guiseppe Lepore sah das Spiel im Auestadion, das ebenfalls schon seine Heimat war. Der 46-Jährige, einst Geschäftsführer der Löwen, arbeitet in dieser Funktion nun für Aalen, war federführend bei Wolfs Verpflichtung. Und wie der Trainer sagt auch er nach der Partie: „Ich hoffe, beide Mannschaften spielen hier auch kommende Saison gegeneinander.“

Der Kontrast zu Wolf bildete über 90 Minuten am Samstag Tobias Damm. Der KSV-Trainer verfolgte die Partie meist ruhig, die Arme hinter dem Rücken oder vor der Brust verschränkt. In der Nachspielzeit aber waren die Rollen plötzlich vertauscht. Nach dem Elfmeterpfiff schallte Damms Stimme durch das Stadion: „Niemals war das ein Foul.“ Nach dem Schlusspfiff forderte Damm von Fabian Knoll hörbar eine Erklärung für die Entscheidung. Ob er eine bekam? „Nein, leider nicht. Das ist heutzutage wohl so. Ich finde das nicht in Ordnung“, sagte Damm. Da war er bereits wieder im gewohnt ruhigen Modus angekommen. (Frank Ziemke)

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