Das Ziel ist noch unklar

Angreifen oder Ball flach halten: Welche Saisonvorgabe macht der KSV?

Auf einer Linie: Marco Dawid (von links), Nico Perrey, Dennis Lemke, Tino Schulze, Tobias Becker, Nael Najjer, Tobias Damm, Henrik Giese, Tim Welker und Rolf Sattorov. Foto: Hedler

Mit dem Trainingsauftakt am Mittwochnachmittag hat der KSV Hessen Kassel den ersten Eindruck in Hinblick auf die neue Saison hinterlassen. Die ersten Aussagen sind getätigt.

Dabei ließ eine Einschätzung des Trainers aufhorchen. Matthias Mink äußerte sich zum Thema Saisonziel nämlich so: „Wir wollen uns in der Tabelle verbessern, aber wir werden die Ziele nicht zu hoch hängen.“ Er sprach dann noch von einem Platz im vorderen Mittelfeld.

Das überrascht insofern, als dass vom KSV Hessen am Ende der vergangenen Saison noch weitaus offensivere Töne zu vernehmen waren. Vorstandsvorsitzender Hans-Jochem Weikert sagte zum Beispiel vor dem Halbfinale im Hessenpokal gegen Wehen Wiesbaden in Hinblick auf das damals mögliche und mittlerweile realisierte Erreichen der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal: „Wenn uns das gelänge, dann könnten wir vor der nächsten Saison hoffentlich mehr Geld akquirieren. Und dann sagen: Wir werden angreifen, denn wir wollen raus aus dieser Liga.“

Und jetzt? Weikert sagt, dass Mink bei der ersten Einschätzung vorsichtig agiert hat vor dem Hintergrund, dass die Planungen für die neue Saison noch nicht abgeschlossen seien. Welches Saisonziel sich der Verein schließlich konkret setze, hänge entscheidend davon ab, was sich personell noch tue.

Einen Stürmer wollen die Löwen mindestens noch verpflichten. „Geld ist da“, sagt KSV-Finanzvorstand Dirk Lassen, der bestätigt: „Wir sind aktiv auf der Suche.“ Seriös lasse sich die Frage nach dem Saisonziel erst nach Abschluss aller Tranfers beantworten.

Klar scheint aber jetzt schon zu sein, dass der KSV dabei zurückkehrt zu einer etwas defensiveren Strategie – und die Teilnahme an den Aufstiegsplayoffs nicht einfach mal so zur Pflicht erklärt. Das hat auch damit zu tun, dass sich die Lage im Vergleich zu April und Mai verändert hat: Mit den Offenbacher Kickers und dem 1. FC Saarbrücken gehören der Meister und der Vizemeister der vergangenen Saison nach wie vor der Konkurrenz in der Regionalliga Südwest an, Elversberg und Homburg haben ihre Ambitionen nicht zurückgeschraubt, Waldhof Mannheim rüstet fleißig auf. Da fällt es schwer, eine Einordnung im Vorfeld vorzunehmen.

KSV-Geschäftsstellenleiter Torsten Pfennig verteidigt daher die eher konservative Vorgehensweise und sagt: „Saisonziele lassen sich ja auch korrigieren.“ Und: „Klar wollen wir auch irgendwo angreifen.“ Sicher ist: Besser als der 10. Platz in der vergangenen Saison soll es auf alle Fälle werden. Da sind sich alle einig.

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