1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Wieder nichts: KSV Hessen verliert in Aalen 0:3

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Maurice Springfeld (links) und Stefan Wächter.
Kopf an Kopf: Maurice Springfeld vom KSV Hessen (links) und Aalens Stefan Wächter. © Imago/Eibner

Das Warten geht weiter: Auch beim VfR Aalen gab es für Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel keinen Sieg – und nicht mal einen Punkt. Nach einer unglücklichen Leistung unterlagen die Löwen 0:3 (0:1).

Kassel/Aalen – Als Schiedsrichter Justin Joel Hasmann zur Pause pfiff, stand aus Löwen-Sicht die Frage im Raum: Warum liegen wir hier eigentlich zurück? Das Team von Trainer Tobias Damm hatte deutlich mehr Ballbesitz. Es kombinierte sich teils ansehnlich durchs Mittelfeld. Es ließ kaum etwas zu. Doch umso näher der Strafraum des Gegners kommt, desto mehr Fragezeichen scheinen sich in den Köpfen der KSV-Spieler zu bilden. Es ist kaum zu verstehen, wie eine Mannschaft so viel Platz haben kann, aber zu so wenig Abschlüssen kommt.

Einen der wenigen hatte Neuzugang Noah Jones, der erneut mit Jon Mogge die Doppelspitze bildete, bereits in der 3. Minute. Doch sein Schuss kam zu zentral auf Aalens Keeper Michel Witte. Jones zeigte immer wieder, dass er einer ist, der nicht lange fackelt. Doch richtig gefährlich wird es bislang selten. Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte für den KSV hatte Steven Rakk, der von der Sechzehnerkante abzog. Der Ball ging hauchdünn links vorbei (28.).

Die Löwen hatten Unkonzentriertheiten im Spiel, die unbestraft blieben. Ansonsten war es aber eine einseitige Angelegenheit in den ersten 45 Minuten. Immer wieder ging es über die rechte Seite, über Nael Najjar. Dessen Flanken kamen aber – wie zuletzt häufiger gesehen – zu ungenau.

Und die Aalener? Die hatten eigentlich nur eine Halbchance durch Sean Seitz, der Nicolas Gröteke aus 20 Metern prüfte (33.). Aber: Zu diesem Zeitpunkt führte der VfR bereits 1:0. Weil eine Ecke in der 7. Minute durch den KSV-Strafraum segelte, Stefan Wächter am zweiten Pfosten den Ball auf den Oberschenkel bekam, am schnellsten nachsetzte und ihn aus drei Metern ins Tor drosch. Viel mehr kam vom Team des Ex-KSV-Trainers Tobias Cramer auch nicht. Wegen der angesprochenen Offensivprobleme der Löwen reichte das aber aus.

Zumindest für die Pausenführung. Es wurde offener. Damm war wieder gezwungen, mehr Risiko zu gehen. Weil sein Team eben im fünften Spiel zum vierten Mal zurücklag. Die erste Möglichkeit hatte Seitz, der Maurice Springfeld und Frederic Brill aussteigen ließ, dann aber freistehend zu zentral abschloss (52.).

Auf der Gegenseite behinderten sich Jones und Serkan Durna nach einer Flanke frei vor dem Tor gegenseitig, Chance vertan (54.). Alessandro Abruscias Schlenzer ging knapp vorbei (58.). Dann wieder die Löwen durch Jones, der sich um den Gegenspieler drehte, abzog – doch Witte parierte klasse.

Nun wurde es bitter. Jones verletzte sich bei dem Schuss, musste raus. Und vier Minuten später fand eine Flanke den heranstürmenden Seitz, der den Ball aus vollem Lauf gar nicht richtig traf. Doch der Aufsetzer sprang über Gröteke hinweg. 0:2. Verdient war das nicht. Aber es änderte nichts.

Dass dem KSV das Spielglück vollends abhandengekommen ist, zeigten diese Szenen: Der gerade eingewechselte Marco Dawid kommt frei zum Kopfball, Witte pariert weltklasse, der Ball springt dennoch Richtung Tor, an die Latte – und in Wittes Arme (73.). In der Nachspielzeit dann das: Flanke des Ex-Kasselers Sascha Korb, Kopfball Springfeld – über Gröteke hinweg. 0:3. Eigentor. Unfassbar. Bezeichnend. So wird es schwer mit dem ersten Saisonsieg. So wird es schwer für die Löwen. (Maximilian Bülau)

VfR Aalen – KSV Hessen Kassel 3:0 (1:0)

Aalen: Witte - Volz, Just (79. Schaupp), Odabas (83. Bux), Heckmann - Meien, Korb - Arcalean (83. Bagci), Abruscia, Seitz (71. Müller) - Wächter (71. Maiella)

Kassel: Gröteke - Najjar, Springfeld, Brill, Mißbach, Durna (64. Iksal) - Rakk (72. Dawid), Kahraman - Döringer (79. Hagemann) - Jones (64. Fischer), Mogge (72. Vesco)

SR: Hasmann (Wiebelskirchen)

Z: 1234

Tore: 1:0 Wächter (7.), 2:0 Seitz (67.), 3:0 Springfeld (90.+2/Eigentor)

Gelbe Karten: Arcalean / Rakk

Auch interessant

Kommentare