Zwei Spieler, ein Sturmtief

KSV gegen KSV: Wie bei einem Spiel der Name Niklas in aller Munde war

Kassel. Während der ersten Halbzeit des Spiels zwischen dem KSV Hessen Kassel und dem KSV Baunatal waren nur zwei Gästespieler mit dem Namen Niklas ein Thema.

Das war Niklas Hartmann, der im Tor eine ordentliche Leistung bot, und Niklas Hanske, der die Abwehr organisierte. Vor dem Derby und in der zweiten Halbzeit allerdings machte noch ein anderer Niklas von sich Reden: Niklas, das Sturmtief.

Das sorgte beinahe für eine Spielabsage. Am Vormittag war die Austragung der Partie nämlich stark gefährdet, weil Niklas viel Regen brachte und den Platz im Auestadion an einigen Stellen leicht flutete. Eine Platzbegehung am Mittag mit Vertretern des Fußballverbandes, der Stadt und beider Vereine ergab dann: Der Platz ist bespielbar.

Und genau darauf kam es an: Wetterprognosen für den weiteren Verlauf des Tages spielten bei der Beurteilung ebenso kaum eine Rolle wie eventuelle Unannehmlichkeiten für die Zuschauer bei der Anfahrt oder während des Spiels: „Wenn wegen des Wetters weniger Zuschauer kommen, müssen wir das leider hinnehmen. Aber wir dürfen das Spiel deswegen nicht absagen“, sagte Torsten Pfennig, Pressesprecher des KSV Hessen. Immerhin: Zum Schutz der Zuschauer wurde auf die Werbebanden auf der Laufbahn verzichtet.

Auch die Fans wussten nicht so recht, was sie vom Wetter halten sollten. „Ich bin froh, dass wir spielen. Nach den Leistungen zuletzt dürfte uns auch der Sturm keine Probleme machen“, sagte Fabian Krug vor der Partie. Der Löwen-Fan sollte recht behalten. Allerdings war sich auch der 17-jährige Schüler aus Kassel im Laufe des Tages nicht sicher, ob es am Abend ein Derby im Auestadion geben würde. „Als ich hörte, dass die Regionalliga-Partie der Lauterer auf dem Betzenberg abgesagt wurde, war mir schon ein wenig bange. Aber ich war dann schon um 16 Uhr hier und habe gehofft, dass ich nicht umsonst gekommen bin“, sagte Krug. Ein Baunataler Anhänger meinte: „Das Spiel hätte mehr Zuschauer verdient. Bei besserem Wetter wären mehr gekommen.“

Und wie haben die Aktiven den Tag und die Partie erlebt, die von widrigen äußeren Bedingungen geprägt war? „In der zweiten Halbzeit war nicht so sehr der Regen das Problem. Durch den starken Wind wusstest du meist nicht, wo der Ball hinkommen wird“, sagte Tobias Damm, der Offensivspieler des KSV Hessen. Baunatals Trainer Tobias Nebe pflichtete ihm bei, er sprach davon, dass der Sturm den Fußball mitunter zum Zufallsprodukt machte.

Niklas, das Sturmtief, hat das Derby ordentlich durch- einandergewirbelt. Sportlich hat vor allem einer gewirbelt: Mike Feigenspan. Und auch sein Vorname war Programm, lautete doch das erste Sturmtief der Woche wie? Genau, Mike. (hag/tor)

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