Hessenliga

Am Samstag zählt es: KSV Hessen Kassel empfängt Bayern Alzenau 

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Auch das Motto für die Partie am Samstag: Eine Choreografie der KSV-Fans vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres gegen Neu-Isenburg im Auestadion. 

Zehn Partien hat der KSV Hessen Kassel noch in der Fußball-Hessenliga zu absolvieren. Das Rekordspiel am Ostermontag gegen Baunatal steht aus.

Wie die kommenden Wochen angegangen werden, hängt aber an einem Spiel, das morgen um 14 Uhr im Auestadion angepfiffen wird. Wenn Bayern Alzenau zu Gast ist, fällt keine Entscheidung. Es wird aber richtungsweisend.

KSV gegen Bayern Alzenau: Die Ausgangslage

Zur Winterpause hatten die Löwen sieben Punkte Rückstand auf Alzenau. Nun sind es immer noch sieben, allerdings haben die Nordbayern ein Spiel mehr hinter sich. Heißt: Im besten Fall sind es nur noch vier Zähler Rückstand. Ohne den Abzug wegen fehlender Schiedsrichter wäre der KSV vorbei.

Heißt aber auch für das Duell morgen: Bei einem Sieg der Löwen sind es erst einmal vier Punkte Rückstand, im besten Fall nur noch einer. Bei einem Unentschieden bleiben es sieben oder eben vier. Eine Niederlage würde mindesten sieben Zähler Rückstand bedeuten. In der Tabelle sind es dann zunächst sogar zehn, weil Alzenau eine Partie mehr hat.

Morgen zählt es also! Eine Niederlage würde die Hoffnung auf den zweiten Platz und die Relegation empfindlich treffen. Ein Sieg würde dagegen den zweiten Platz schon früh so nah bringen, wie es zur Winterpause wohl kaum jemand erwartet hatte. Bei einem Unentschieden wäre weiter alles offen.

Die Ausfälle beim KSV

Eine bittere Nachricht gab es zu Wochenbeginn: Torwart Niklas Hartmann zog sich im Training wahrscheinlich einen Bruch des Mittelhandknochens zu. „Er wird kommende Woche genau untersucht, wenn die Schwellung zurückgegangen ist“, sagt Trainer Tobias Cramer. „Morgen wird er aber definitiv nicht spielen.“ Dafür wird der 19 Jahre alte Niklas Neumann zu seinem zweiten Einsatz in dieser Spielzeit kommen. Dessen Bilanz in der ersten Mannschaft ist noch frei vom Makel einer Niederlage. In der zurückliegenden Regionalliga-Saison musste er Hartmann einmal vertreten, als dieser krank war. Das Ergebnis: ein 1:1 gegen Koblenz im Auestadion. In dieser Spielzeit stand Neumann Anfang November beim 4:1 gegen Ederbergland im Tor, als Hartmann erkältet ausfiel.

Ein weiterer Ausfall, der feststeht, ist der von Michael Voss. Laut Cramer plagen den 20-Jährigen schon länger Probleme an der Achillesferse, nun setzt ihn eine Erkältung außer Gefecht.

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Fraglich ist zudem Stürmer Basti Schmeer. Der mit 13 Treffern erfolgreichste Angreifer der Löwen hat Schmerzen in der Leiste und wurde gestern untersucht. Sein Einsatz im wichtigen Spiel morgen ist aber laut Cramer zumindest noch nicht ganz ausgeschlossen.

Die Aussagen zum Spiel KSV gegen Bayern Alzenau

„Das ist ein ganz normales Meisterschaftsspiel. Da geht es um drei Punkte.“ Das sagt Cramer ganz nüchtern. Aber so eine ganz normale Partie ist es dann doch nicht, oder? „Bei genauerem Hinsehen steckt vielleicht doch eine gewisse Brisanz drin“, sagt der KSV-Trainer süffisant. Heißt übersetzt: Cramer will die Partie angesichts noch einiger ausstehender Spiele nicht zu hoch hängen, denn: „Danach geht es wieder in den Alltag. Und der wird nicht einfacher, sondern eher schwieriger von der Motivation her.“

Taktisch wird es für die Löwen eine ganz andere Aufgabe als zuletzt beim 0:0 gegen Tabellenführer Gießen. „Es wird nicht so sehr durch die Zentrale gehen. Alzenau wird Pärchen auf der Außenbahn bilden“, vermutet Cramer. Und so wird der Tabellenzweite versuchen, Hedon Selishta zu finden. Der Stürmer der Alzenauer führt die Torschützenliste der Hessenliga mit 24 Treffern an.

Cramer hat aber auch noch etwas anderes im Kopf – die Serie im Auestadion. Seit Ende 2017 sind die Löwen dort ungeschlagen. Alzenau steht vor dem KSV. Noch. Es wird richtungsweisend.

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